Vom Gemeindeleben 2016

Die Jahreswende 2016/17 auf Borkum...

verbrachten 30 Gemeindemitglieder mit Pfarrer Uwe Riese und seinem Mitarbeiterteam, bestehend aus seiner Frau Melanie Reichert-Riese, Bernhilde Grieger und Reiner Liedtke.

Eine herrliche Zeit: Frische Luft tanken, Strand und Meer genießen, sich an der Gemeinschaft erfreuen . . . und natürlich miteinander ins neue Jahr hinein feiern: Mit leckerem Buffet, mit Musik, Spaß und Tanz, mit heiteren Sketchen und . . .

Borkum, eine bekannte und vertraute ostfriesische Insel in der Nordsee, ist immer eine Reise wert. So waren einige schon oft mit dabei und wieder einmal begeistert: Die Insel im Rahmen einer Inselrundfahrt mit einem Oldtimerbus (nochmals) kennen zu lernen bzw. wiederzusehen, sie in ihrer natürlichen Schönheit auf einer Fahrradtour zu erleben, sie in ihrer Geschichte und Bedeutung bei einer Dorfführung wertzuschätzen und ihren Erholungswert bei Inselspaziergängen lieben zu lernen. Schnell sind 8 Tage vorüber; es war eine schöne Zeit vom 28. Dezember 2016 bis zum 4. Januar 2017.

Ein besonderer Höhepunkt war die sehr unterhaltsame Teestunde im Toornhuus neben dem alten Leuchtturm der Insel: Herr Sauer führte in die Kunst des ostfriesischen Teegenusses ein und wusste eine ganz Menge von Borkum auf humorvolle Weise kurzweilig-spannend zu erzählen.

Leider war diese Sylvesterfreizeit die letzte, weil die Zeit der Jahreswende mit all ihren Feier- und Festtagen eine nicht einfache Zeit ist. Zusätzliche Dienste sind von weniger Pfarrerinnen und Pfarrern zu tun, so dass das Presbyterium wünscht, aufgrund der weiteren Pfarrstellenkürzung in Zukunft zur Jahreswende keine Freizeit mehr durchzuführen. Die Teilnehmer/-innen haben für diese Entscheidung Verständnis, bedauern aber dennoch diesen Schritt, weil es immer so schön war . . .   -   Die Seniorenfreizeiten finden weiterhin statt - auch mit Pfarrer Uwe Riese. Denn sie sind terminlich freier planbar, so dass Engzeiten wie Jahreswende, Ostern, Sommerferien etc. umgangen werden können. Die nächste Seniorenfreizeit geht Ende September 2017 nach Baltrum.

Pfarrer Uwe Riese

Auftakt ins Jahr des großen Reformationsjubiläums 2017

"Hier stehe ich - Gott helfe mir -Amen".

Wichtige, leidenschaftliche Worte Martin Luthers. Sie bildeten die Überschrift über einen interessanten Vortrag zum Thema "Martin Luther – Leben und Werk'", zu dem die Ev. Kirchengemeinde Gronau und der EKMD gemeinsam ins Walter-Thiemann-Haus einluden und der durch Rainer Wekeck (Vorsitzender des Bildungsausschusses EAB NRW eV) gehalten wurde. So begrüßten Pfarrer Uwe Riese und Bernhard Vorrink etwa 45 Zuhörerinnen und Zuhörer im Saal des Gemeindehauses. Nach einer Andacht von Pfarrer Uwe Riese genossen alle zunächst Kaffee/Tee und Kuchen, anschließend das Referat, untermalt durch interessante Bilder und Liedeinspielungen.

Es war der Auftakt in eine Reihe von unterschiedlichen Veranstaltungen zum Thema "Reformation" hier in der Ev. Kirchengemeinde Gronau, die das laufende Jahr 2017 prägen werden. Es war ein Einstieg in die Biographie Martin Luthers, des Mannes, der in ganz entscheidender Weise die Reformation mit dem Anschlag seiner 95 Thesen an der Tür der Schlosskirche zu Wittenberg am 31. Oktober 1517 auslöste und beeinflusste.

Referent Rainer Wekeck stellte zunächst fest, dass Gronau ein weißer Fleck auf der Landkarte sei. Um so mehr zeigte er sich über den Besuch der Gronauer/-innen erfreut. Er sei weder Wissenschaftler noch Historiker noch Theologe. Er habe als an diesem Thema leidenschaftlich Interessierter "lediglich" Bild- und Tonmaterial zu einem Ganzen zusammengestellt, so dass das Leben Martin Luthers in seiner Fülle anschaulich-konkret zum Tragen kommt. So gestaltete sich der Vor-trag lebendig. Konnten doch die Texte und Bilder durch Choräle musikalisch untermauert werden. So streifte er Luthers Lebensstationen Eisleben, Mansfeld, Erfurt, Stotternheim und Wittenberg nebst Worms und Augsburg in unnachahmlicher Deutlichkeit. Luther hatte auch Rom besucht, bevor er den Kampf gegen den Ablasshandel aufnahm, d.h. gegen den Verkauf von Bescheinigungen der katholischen Kirche zum Erlass von zeitlichen Sündenstrafen. Denn für Luther galt: Gott ist gnädig! Allein unser Glaube hilft und ist entscheidend, Geldzahlungen helfen nicht, auch keine Geldspenden an die Kirch für noch so gute Zwecke: Sola fide, sola gratia, solus Christus, sola scriptura!

Dabei stammt Luther aus einem Elternhaus mit angehendem Wohlstand. Der Vater hatte sich seine Arbeit im Kupferbergbau zunutze gemacht und einen eigenen Betrieb gegründet. Später gehörte der zu den mächtigen Vier in der Bürgerversammlung; es war ihm Anliegen, dass sein Sohn Martin Jura studiert, damit aus ihm etwas Ordentliches würde. Entsprechend war Luther zunächst der Juristerei verpflichtet und ging erfolgreich seinen Weg zu einem angehenden Juristen. Später aber kam er vom Wege ab, warf alle Lebensplanungen über Bord und orientierte sich völlig neu:

Er erlebte die Todesnähe im Rahmen eines Gewitters und schwor gegenüber der Heiligen Anna, dass er. sofern er überleben würde, ins Kloster gehen und Mönch werden würde. Er überlebte, er war nun in der Pflicht; treu ging er in Erfurt in das Augustinerkloster. Dort widmete er sich der Theologie und übernahm bald den Lehrstuhl als Professor für Religion, Moral und Ethik in Wittenberg.

Aus Liebe zur Wahrheit schlug er am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg. Papst Leo X. zeigte sich verärgert und wollte Luther in Rom zur Rede stellen. Der Kurfürst Friedrich der Weise verhinderte, dass Luther als Ketzer auf den Scheiterhaufen endete. Neben seinen Predigten hat Luther stets ein bescheidenes und Gott wohlgefälliges Leben geführt.

Zu seinem Freundeskreis zählte die Maler-Familie Cranach. Schließlich heiratete er Katharina von Bora und führte ein friedvolles Eheleben. Der Tod von zwei seiner sechs Kinder ließ ihn seinen väterlichen Schmerz verspüren. Als einfacher Mönch und hochangesehener Theologie-Professor verfasste er nach Psalm 46 das Lied „Eine feste Burg ist unser Gott“.

Dieses Lied konnten alle Anwesenden mitsingen und gaben dadurch ihre Verbundenheit zu dem ersten Theologen des Protestantismus zum Ausdruck.
Wichtige und interessante Lebensabschnitte Martin Luthers finden Sie hier.

Burkhard Funk

Ökumenischer Adventsgottesdienst in der Stadtkirche

Foto: Hans Jastrow

Sehr gut besetzt war jetzt unsere Stadtkirche. Die Johannesschule Wittekindshof – Gronau war zu Gast. Pfarrer Marcus Tyburski und Pastoralreferentin Christiane Hölscher gestalteten gemeinsam diesen adventlichen Gottesdienst. Ein Krippenspiel, eingeübt von Schülern und Schülerinnen der Schule, durfte da nicht fehlen. In der schon weihnachtlich geschmückten Stadtkirche ist der große Herrnhuter Weihnachtsstern ein echter „Hingucker“.
Überzeugen Sie sich persönlich von der stimmungsvollen Wirkung dieses Weihnachtssternes. Sie haben dazu Gelegenheit in den zahlreichen Gottesdiensten an den Weihnachtstagen. Eine Übersicht finden Sie hier.

Konfirmanden besuchten das Bethesda-Seniorenwohnheim

Frau Brune (Pflegedienstleiterin) und Herr van Loh (Einrichtungsleiter) gaben den Konfis zunächst in der Kapelle eine Einführung in die Entstehung des Bethesda-Seniorenwohnheims. Im Begegnungsraum warteten
schon einige Bewohner auf uns, mit denen wir ins Gespräch kommen konnten und die uns ein bisschen von ihrem Alltag erzählt haben. Anschließend wurden wir in zwei Gruppen durchs Haus geführt und durften sogar einen Blick in eine Wohnung einer Bewohnerin nehmen.

Ins WTH wieder zurückgekehrt, beschäftigten wir uns spielerisch und auch handwerklich mit dem Thema "Diakonie", bevor wir es uns dann noch zum Abschluss mit selbstgebackener Pizza gut gehen ließen.

Konfikidsabschluss

Mit Familiengottesdiensten  wurde sowohl in der Evangelischen Kirche Epe als auch im Paul-Gerhardt-Heim die fünfmonatige Konfi-Kids-Zeit des diesjährigen Jahrgangs abgeschlossen. Nach dem Gottesdienst, in dem zwei Kinder getauft wurden, die Konfikids sich an ihre eigene Taufe erinnern konnten und gemeinsam das Abendmahl gefeiert wurde, ging es mit einem gemeinsamen Kinderfest auf der Oase weiter. Fleißige Ehrenamtliche der Oase und Eltern hatten schon alles für ein gemeinsames Mittagessen mit Würstchen und Salaten vorbereitet. Für die Unterhaltung sorgten einige Jugendmitarbeiter mit Gruppenspielen und Bastelarbeiten. Außerdem präsentierte der Kinderchor "Dinkelspatzen" einige Lieder.

Auch wenn jetzt der Abschluss der Konfi-Kids-Zeit gefeiert wurde, geht es für die Kinder natürlich weiter in der Kirchengemeinde mit dem regulären Kindergottesdienst, Kinderbibeltagen und vielem mehr.

70 Jahre Predigtstätte Paul-Gerhardt-Heim

Foto: Hans Jastrow

Am 10. März 1946 fand im heutigen Paul-Gerhardt-Heim der erste Gottesdienst statt. Bedingt durch die industrielle Entwicklung der Stadt Gronau entstanden nach 1900 im sogenannten „Stadtosten“ zahlreiche neue Arbeiter-Siedlungen. Mit dem Anwachsen der Bevölkerung insbesondere im Außenbereich der Stadt suchte das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde ab den 1930er Jahren verstärkt nach einem geeigneten Platz für ein dezentrales Gemeindezentrum. Mit der Industriebrache an der Gildhauser Straße wurde ein geeignetes Objekt gefunden, dessen Bereitstellung für gemeindliche Zwecke sich kriegsbedingt bis nach 1945 hinzog. Mangelte es in der Nachkriegszeit auch an Vielem, so konnte doch bereits am 10. März 1946 der erste Gottesdienst im künftigen Gemeindehaus gefeiert werden.

 

In den vergangenen 70 Jahren hat es Höhen und Tiefen sowie zahlreiche Veränderungen für das Paul-Gerhardt-Heim gegeben, auf die hier nicht im Einzelnen eingegangen werden soll. Mit einem kleinen Festgottesdienst zum 1. Advent gedachte der Pfarrbezirk III diesem 70. Geburtstag. Im Rahmen einer Bilderschau wurde die facettenreiche Geschichte des Hauses erzählt, wobei manche bislang unbekannte Detail Erwähnung fanden. Im Anschluss an den gut besuchten Gottesdienst bestand für die Gemeinde bei einem leckeren Imbiss noch ausreichend Gelegenheit zum Gedankenaustausch.

 

Anlässlich des Jubiläums hat übrigens der Freundes- und Förderkreis des CVJM Gronau am Paul-Gerhardt-Heim einen beleuchteten Weihnachtsbaum errichtet.

 

Eckhard Bohn

 

Was haben 190 Sack Zement á 50 kg mit dem Paul-Gerhardt-Heim zu tun?

 

Wenn Sie es wissen wollen, dann schauen Sie bitte hier nach.

 

Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg - Fortsetzung der Vortragsreihe in unserer Stadtkirche zum Thema "Freiheit und Verantwortung"

Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg (Foto: Hans Jastrow)

Mit Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg (Vorsitzender des Zentralkomitees der deutschen Katholiken) kam eine Persönlichkeit mit einem hohen Maß an Aussage- und Überzeugungskraft in die Stadtkirche. Er scheute nicht die Mühe der Autofahrt vom Düsseldorfer Landtag nach Gronau trotz widriger Verkehrsbedingungen.

Zu Beginn seines Vortrages griff er die aktuelle politische Situation mit dem Wahlausgang in den USA auf. Dabei drängen sich verschiedene Fragen auf: Was wird aus den Werten, die uns als Christen wichtig sind, wie geht es weiter mit Minderheiten?
Ferner kann das heutige Datum nicht ignoriert werden und der 9. November von 1938 und 1989 sollte in Erinnerung bleiben.

Sternberg befasste sich nun mit dem Reformationsjubiläum. Die Betonung liegt heute beim Feiern eines Christusfestes mit der Absicht, Erinnerungen zu heilen. Vor 500 Jahren stand Luther mitten in den Reformationsbewegungen seiner Zeit. Dass es zum Bruch kam, der lange nicht heilbar schien, war möglichweise auch das Scheitern eines katholischen Oberhauptes. Luther stütze sich auf die Auffassungen des Paulus um sich von einer Kirche abzugrenzen, deren Heilsverständnis sich über Pflichten definierte.

Am bekannten Luther-Zitat „Freier Herr... dienstbarer Knecht“ verdeutlichte er, dass es in der heutigen christlichen Ethik keine echte Freiheit ohne Verantwortung geben kann. Dies wurde an drei Beispielen ausführlich verdeutlicht:
Legalisierung von Leihmutterschaft – Christliche Ehe und Familie – Geschäftsmäßige Assistenz zum Suizid.

Sternberg betonte, dass katholische und evangelische Christen (ca. 60% der deutschen Bevölkerung) gemeinsam im Beziehungsfeld Freiheit und Verantwortung und staatlicher Ordnung eine dienende Kirche sein sollen.  

Zum Schluss seiner Rede stellte Sternberg heraus:

Die Frage, die Luther am meisten umgetrieben hat: „Wie finde ich einen gnädigen Gott“ ist nur verstehbar auf der Basis folgender Erkenntnis: „Vor Gott bin ich ein sündiger Mensch.“
Dies scheint uns Menschen von heute völlig abhanden gekommen zu sein.

Oberkirchenrat Rolf Krebs i.R. hatte die Zuhörenden begrüßt und leitete zum Schluss auch über zum Gespräch im Walter-Thiemann-Haus. Musikalisch gestaltet wurde der Abend von Iris Gruber am  Saxophon.

Alle Zuhörer waren beeindruckt und hätten sich gewünscht, dass noch mehr Interessierte diesen fundierten Vortrag gehört hätten.

10.11.2016 - Hans und Anne Jastrow

 

364.000,- Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm VI des Bundes

Von links nach rechts (Hans Jastrow, Presbyter, Pfarrer Uwe Riese, Ulrich Helmich (WTG), Bürgermeisterin Sonja Jürgens, Regierungspräsident Prof. Dr. Klenke, Kantor Dr. Tamás Szöcs, Thomas Buß (WTG) Foto: Evangelische Kirchengemeinde Gronau

Jetzt ist es offiziell. In einer kleinen Feierstunde am 28. Dezember 2016 wurden im Sitzungssaal 2 des Gronauer Rathauses u. a. auch die Zuwendungsbescheide (Zuschüsse für die Renovierung der Stadtkirche und der neuen Orgel der Stadtkirche) übergeben. Weitere Informationen finden Sie hier.

Gronauer Tafel

Von links nach rechts Herr Gartmann (1. Vorsitzende der Tafel), Herr Rosowski (Neuapostolische Gemeinde), Frau Paustian (Mitarbeiterin der Tafel), Herr Jastrow (Presbyter, Evangelische Kirchengemeinde Gronau), Herr Bürgin (evangelische Freikirche Gemeinde Gottes), Pastor Edward Pawolka (katholische Gemeinde Gronau), Pfarrer Tyburski, (Evangelische Kirchengemeinde Gronau), Reiner Liedtke (Geschäftsführer Gronauer Tafel)

Gerade die jüngsten Zahlen über die Einkommensentwicklung in Gronau zeigen, dass es hier viele Familien gibt, die mit wenig Geld auskommen müssen. ln mancher schwierigen Situation kann die Tafel unterstützend helfen. Doch dazu müssen erst einmal ausreichend Waren vorhanden sein.

Das Erntedankfest ist jedes Jahr ein Anlass, zusätzliche - vor allem auch haltbare Lebensmittel - zu spenden. Am letzten Wochenende haben erneut viele Bürger und Kirchenbesucher nach einem Aufruf der Tafel ihre Solidarität mit denen gezeigt, die wenig haben.

"ln diesem Jahr konnten wir unsere Regale dank der vielen Spenden erneut sehr gut füIIen. Schon in dieser Woche wird jeder Besucher z.B. ein Paket Kaffee und weitere besondere Lebensmittel erhalten, was wir sonst kaum ausgeben können", stellte Reiner Liedtke als Geschäftsführer der Tafel fest. Einen Einblick in die Vielfalt und den Umfang der Warens verschafften sich jetzt Vertreter der christlichen Gemeinden in Gronau.

"Wir sagen allen Spendern und Helfern unseren herzlichen Dank für ihr teilweise großes ehrenamtliches Engagement. Sie haben uns erneut eine wichtige Unterstützung zukommen lassen." betonte Georg Gartmann als Vorsitzender der Tafel. "Die Hilfe kam einmal mehr konfessionsübergreifend von katholischer und evangelischer Seite sowie der Neuapostolischen Gemeinde, der Gemeinde Gottes und den Baptisten. Über diese breite Resonanz freuen wir uns besonders".

Gronauer Tafel, im Oktober 2016

 

Kamel - Affe - Toaster - Konfirmandenfreizeit im münsterländischen Reken

Diese drei Begriffe dreimal ganz schnell hintereinander aufzusagen war die Aufgabe eines der Spiele, die am vergangenen Wochenende mit viel Spaß während der Freizeit der Konfirmandinnen und Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde gespielt wurden. Pfarrerin Bettina Roth-Tyburski begleitete zusammen mit einem 10-köpfigen Jugendteam die Jugendlichen und bereitete ein kurzweiliges Programm vor. In der Jugendherberge im münsterländischen Reken wurde übernachtet. Bei sonnigem Winterwetter wurde am Samstagmorgen sogar durch die schöne, hügelige Landschaft gewandert. Die Jugendlichen mussten anhand eines GPS-Gerätes den richtigen Weg finden und zwischendurch verschiedene Aufgaben lösen. Nach dem Mittagessen wurde das Abendmahl spielerisch vorbereitet und anschließend miteinander gefeiert. Bis in den späten Abend hinein wurden allerlei lustige Spiele durchgeführt, die die entstandene Gemeinschaft förderten.
Am Sonntagmorgen besuchten alle zusammen den Gottesdienst zum ersten Advent in der kleinen örtlichen Dorfkirche, wo die Gruppe sehr freundlich willkommen geheißen wurde. Auch wenn der Schlaf natürlich etwas zu kurz kam, waren sich doch alle - sowohl die Teamer als auch die Konfis - auf der Rückfahrt im Bus einig, dass es eine sehr gelungene Freizeit war.

 

Ein Blues für die Herrlichkeit Gottes

Gottesdienst zum Kreisbläsertag 2016 in der Stadtkirche

 

Halleluja! Lobet den HERRN in seinem Heiligtum; lobet ihn in der Feste seiner Macht! Lobet ihn für seine Taten; lobet ihn in seiner großen Herrlichkeit! Lobet ihn mit Posaunen, lobet ihn mit Psalter und Harfe! Lobet ihn mit Pauken und Reigen; lobet ihn mit Saiten und Pfeifen! Lobet ihn mit hellen Zimbeln; lobet ihn mit klingenden Zimbeln! Alles, was Odem hat, lobe den HERRN! Halleluja!

Diese Worte aus dem Psalm 150 in der vortrefflichen Übersetzung Martin Luthers sprach die Gemeinde im Wechsel mit Prädikant Dieter Schwarze beim Gottesdienst zum Kreisbläsertag, der am Sonntag, dem 18. September 2016 in der Stadtkirche feierlich begangen wurde.

Superintendent Anicker machte in seiner Predigt deutlich, dass Posaunenmusik von je her eine Musik der Sieger sei, von der Antike über die Posaunen von Jericho bis zu den olympischen Fanfaren unserer Zeit. In der christlichen Kirche gehe es jedoch um einen ganz anderen Sieg, wie Anicker anhand des Wochenspruchs „Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat“ verdeutlichte - ein Sieg also, die geistlicher Art ist.

Als Beispiel verwies der Superintendent auf das Gleichnis der Kanaanäischen Frau, die nicht locker ließ, bis Jesus ihren Herzenswunsch erfüllte und ihre Tochter wieder gesund machte.

Anicker, der selbst 20 Jahre in einem Posaunenchor mitgewirkt hat, wusste zu berichten, wie entscheidend für einen guten Bläserchor das Zusammenspiel und die "gute Stimmung" sei.

Andererseits warnte er aber vor dem Irrtum zu glauben, dass Gläubige nur Gutes erleben und dass Gott alle Gebete erhört. Dies sei „dummes Zeug“ und führe zu Missverständnissen. Diesem Aberglauben müsse man den Rücken kehren. Der Glaube erspare dem Gläubigen nicht das Leiden, sondern trage ihn durch das Leiden hindurch. Jesus leidet mit den Leidenden, sein Sterben am Kreuz führe uns das vor Augen.

Der Glaube schützt nicht vor dem Bösen, sondern hilft, im Menschen selbst das Böse zurückzudrängen, das sich sonst immer weiter ausbreitet, wie Friedrich Schiller in seinem Drama "Wallenstein" sagen lässt: „Das ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären!“

Überwindung des Bösen aus Glauben ist der Sieg, der zu den Jubeltönen der Posaunen führt, die strahlender nicht sein können. So ist es Tradition geworden, dass zu besonderen Anlässen die Posaunen in der Kirche zum Jubel über diesen Sieg aufrufen, der fortwährend Freude in unsere Herzen bringen soll.

Dabei kann je nach Seelenverfassung die Art der Musik variieren. So sei sicher eine von vielen Möglichkeiten der Posaunen “Ein Blues auf die Herrlichkeit Gottes als Dank“, meinte Superintendent Anicker zum Ende seiner Predigt.

Das Posaunenorchester setzte sich aus Musikern des Gronauer Posaunenchors von 1886 und des Posaunenchors aus Ochtrup zusammen und spielte Freude in die Herzen der vielen Kirchbesucher. Unter der Leitung von Landesposaunenwart Daniel Salinga begleitete der Posaunenchor den Gesang der Gemeindelieder, wobei sich die Bläser mit Kantor Dr. Tamás Szöcs an der Orgel abwechselten. Auch die liturgischen Musikstücke gestalteten die Posaunen in eindrucksvoller Weise und hielten die Gottesdienstteilnehmer bis zum beeindruckenden Nachspiel in Bann.

Burkhard Funk

"Sich von seiner Sehnsucht finden lassen"

war das Thema des Männerfrühstücks des Ev. Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken. Und es brachte recht viele Männer trotz fortgeschrittenes Alters auf die Beine; knapp 50 waren gekommen.
Landesmännerpfarrer Martin Treichel, gebürtig aus Ochtrup, Sohn des vor ein paar Jahren dort tätigen Pfarrers Treichel, brachte die Zuhörer zum Nachdenken, ob in ihrem Leben alles nach Wunsch gelaufen sei: Welche Sehnsüchte haben sich erfüllt? Welche nicht? Vor allem: Was ist überhaupt Sehnsucht - in Abgrenzung zum Wunsch?
Bevor es in medias res ging, begrüßte Pfarrer Uwe Riese als Mitorganisator und "Hausherr" alle Interessierten und gestalte eine Andacht zum Thema, in der deutlich wurde, dass Sehnsucht mehr ist als "nur" Wunsch. Sehnsüchte sind umfassender, komplexer, existentieller; sie haben eine stärkere Kraft und ein größeres Verlangen in sich . . . Und: Nicht nur wir Menschen haben Sehnsüchte, sondern auch Gott, dessen Sehnsucht es ist, mit uns Menschen in Beziehung zu treten. Deshalb ist er in Jesus Christus Mensch geworden. Anders gesagt: Darin hat Gott seine Sehnsucht nach Frieden mit seiner Schöpfung, nach Erfüllung seiner Liebe zur Welt zum Ausdruck gebracht. Und genau hier berühren sich Gottes Sehnsüchte und unsere eigenen Sehnsüchte, so dass eine gemeinsame Heilssehnsucht entsteht. Auch wenn wir Menschen manchmal andere, nicht selten ungeduldige Vorstellungen vom Heil haben.
Nach einem gemeinsamen leckeren Frühstück zeigte sich im Vortrag und Gespräch, was Sehnsüchte konkret sein können und welch eine immense Kraft sie innehaben. Sehnsüchte können sich erfüllen, kann sich der Mensch erfüllen, wenn auch nicht alle: "Ich werde mindestens eine Sehnsucht mehr in mir haben, als ich mir erfüllen kann!", sagte ein lebenserfahrener Unbekannter.  -  Vier außergewöhnliche Beispiele wurden aufgezeigt, wie Menschen von ihrer Sehnsucht gepackt werden und ihr Leben u.U. gravierend verändern, wie z.B. der Herzchirurg aus der Schweiz, erfolgreicher Leiter eines großen Herzzentrums, der aussteigt und zum begeisterten LKW-Fahrer wird und die neu gewonnene Freiheit genießt.
Ein Beispiel, das zeigt, dass Sehnsucht oft tiefer liegt und eine große Wirkkraft hat. Der ehemalige Kardiologe bricht aus allen gewohnten Strukturen seines Berufslebens aus und will sich eine lange Zeit erträumte Freiheit gönnen und die Welt in seiner Vielfalt neu erleben. Sein LKW spielt da vermutlich "nur" eine zweitrangige Rolle; es geht ihm um das Unterwegs-Sein mit einer gewissen Unabhängigkeit; deshalb ist er selbständig, nicht als LKW-Fahrer bei einer Firma angestellt.
Wie sehr die Werbung mit unseren Sehnsüchten  - in Wort und Bild psychologisch sehr durchdacht - arbeitet, zeigen auch viele Beispiele. Da wird die Sehnsucht nach Freiheit und Abenteuer aufgegriffen, ebenso die nach Harmonie und Geborgenheit, die nach dem besonderen, außergewöhnlichen Augenblick, die nach Sicherheit . . . Auf diese Weise sollen Produkte uns ansprechen, eine Verbindung schaffen, sympathisch sein und zum Kauf verleiten.
Gutes Beispiel u.a.: "Mercy, dass es Dich gibt!". Also mehr als Schokolade, nämlich Dankbarkeit für verlässliche Freundschaft und gute Einbindung in einen sozialen Rahmen. Dankbarkeit dafür, nicht allein zu sein.
Anderes Beispiel: "Meister Proper". Hier wird die Sehnsucht als großes Bedürfnis nach Sauberkeit und Gesundheit angesprochen.
Aber: Welche Sehnsüchte haben wir? erfüllte und/oder nicht erfüllte Sehnsüchte?  -  Dies wurde in Kleingruppen an den Tischen besprochen. So hatte jeder Mann Gelegenheit, sich mit anderen vertraulich auszutauschen und persönlich etwas mitzunehmen. In einer Gruppe wurde deutlich, dass es die Sehnsucht gibt, auch im Alter nicht allein zu sein, einen guten Freund zu haben und in Gemeinschaft zu leben. Das ist neben der Sehnsucht nach einem gewissen Mindestmaß an Gesundheit und Mobilität eine wichtige Voraussetzung für Lebensfreude. Und: Die Sehnsucht, ohne langes Leiden zu sterben, wenn es an der Zeit, wenn das Leben als erfüllt beurteilt werden kann.
Auch die Bibel kennt Sehnsucht. U.a. im Psalm 42: „Wie der Hirsch nach frischem Wasser lechzt, so lechzt meine Seele nach Dir, Du mein Gott!“; die Sehnsucht des Menschen nach Gott und Gottes Beistand als höhere, gute Kraft, die das Leben fördert.
Alles in allem ein spannender Vormittag, der Impulse setzen konnte. Dank an alle, die diesen Vormittag gestaltet - inhaltlich sowie das Frühstück liebevoll vorbereitet haben.
                                                                      Burkhard Funk, 10. Sept. 2016

Gottesdienste am Erntedanktag in der Stadtkirche und auf der Oase

Manch eine gute Gabe Gottes konnte in den Erntedankgottesdiensten am Sonntag, dem 2. Oktober 2016 sowohl in der Stadtkirche als auch beim ökumenischen Kirchengarten "Oase" bewundert werden.

Die Altäre waren geschmückt mit Früchten und Ähren, die Gott in der Natur hat reifen lassen.

Den Dank für die Gaben brachte schon bei der Begrüßung in der Stadtkirche der Wochenspruch aus Psalm 145 zum Ausdruck, – vorgetragen von Lektor Jürgen Ohmann: „Aller Augen warten auf Dich. Du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit.“ Der Dank äußerte sich im Gottesdienst außerdem musikalisch durch Choräle der Gemeinde wie „Ich singe Dir mit Herz und Mund“ und „Wir pflügen und wir streuen“.

Während in der Stadtkirche Felix Linke am Flügel die musikalische Begleitung übernahm, war es auf der Oase André Sander, der den Posaunenchor der Erlöserkirche dirigierte.

Hier sang die Gemeinde Lieder wie „Lobe den Herren“, „Komm Herr, segne uns“ bis hin zum „Nun danket alle Gott“, wobei auf der Oase traditionell die niederländischen Gottesdienstteilnehmer einige Strophen in der Sprache des Nachbarlandes sangen.

Zuvor hatte die Vorsitzende des Oase-Vereins, Marlies Gartmann, die Anwesenden zum Gottesdienst anlässlich des Oase-Früchte-Festes begrüßt. Sie sprach auch die Gebete auf Deutsch, die von niederländisch gesprochenen Gebeten von Stefan van Delden ergänzt wurden.

Prädikant Dieter Schwarze, der in beiden Gottesdiensten die Predigt hielt, machte sich in den Ansprachen Gedanken über die Dankbarkeit, die wir Menschen Gott gegenüber zum Ausdruck bringen möchten.
Am Beispiel des Gleichnisses vom reichen Kornbauern machte er deutlich, worauf es im Leben ankommt. Dieser Reiche hatte nur an seinen eigenen Gewinn gedacht und sich sofort Gedanken gemacht, wie er den Überfluss für sich verwerten konnte. Diese Haltung des Raffens und der ungezügelten Gier wird im Gleichnis als närrisch gebrandmarkt. Schwarze stellte vor Augen, dass unzählige Missstände in der Gegenwart, die mit Landwirtschaft, Ernährung, Welthandel und der globalen Hungerkatastrophe zu tun haben, nicht gerade als Zeichen der Dankbarkeit anzusehen seien. Vielmehr gälte es für Christen, den vielen ungerechten Verhältnissen ein deutliches „Ich will das nicht“ entgegen zu halten. Dies sei gemeint mit Jesu Warnung: "Hütet euch vor Habgier!“ Schätze sammeln im Diesseits schaffe noch lange keinen Schatz im Himmel.

Nach dem Gottesdienst hatten die Besucher der Oase reichlich Gelegenheit, sich von den „Schätzen unserer Erde“ in den Bann ziehen zu lassen. Auf fleißig errichteten Ständen wurden auf dem Früchtefest der Oase selbstgemachte Kostbarkeiten angeboten. Ob Marmelade, Honig oder Aufgesetzte, alles war geeignet, die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zu lenken. So wurde auch aus Äpfeln Saft hergestellt. In Flaschen abgefüllt, konnte man das köstliche Erfrischungsgetränk mit nach Hause nehmen. An anderer Stelle wurde Brot gebacken und im mit Holz befeuerten Backofen zu duftenden Ergebnissen gebracht. Zuvor musste jedoch kräftig der Teig geknetet werden. Ein Genuss für die Geschmacksnerven war auch die köstliche Kürbissuppe, die nur noch von den Pfannkuchen getoppt wurde.

Auch die sog. "Dritte Welt" war präsent. Eine Initiative stellte kunstvoll geschnitzte Figuren aus dem Kongo zur Schau.

Die Oase-Gemeinschaft und ihre Früchte: die Begegnungen, die Aktionen, Vorträge, Veranstaltungen, Gespräche, Diskussionen der zu Ende gehenden Oase-Saison, dies alles wurde wieder traditionell an diesem Früchtefest gefeiert.

Burkhard Funk
2. Okt. 2017

                                                                                                        

Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Psalm 127.1

In der Evangelischen Kirchengemeinde Gronau wird das WIR groß geschrieben. In einem Dankgottesdienst zum 10-jährigen „Geburtstag“ des Walter-Thiemann-Hauses am 28. August 2016 in der Ev. Stadtkirche Gronau wurde des Mannes gedacht, dessen Name zum Namen des Gemeindehauses wurde: Walter Thiemann, Pfarrer von 1934 - 1939 in Gronau.

5 Jahre, die es in der damaligen Zeit auch in Gronau in sich hatten. Unvergessen sein Trompetensolo in Richtung "Alter Friedhof", als er eine Beerdigung nach nationalistischem Modus auf seine Weise mit dem Bekenntnis zum christlichen Glauben ergänzte, um die christlich Hoffnung auf Jesus Christus hörbar werden zu lassen. Bewusst setzte er sich der Gefahr aus, verhaftet zu werden; was ja dann auch geschah.

Pfarrer Uwe Riese wies in seiner Predigt die in großer Zahl erschienene Gemeinde auf das Ende der Bergpredigt hin, die als festes, tragfähiges, belastbares Fundament des Glaubens und Lebens Jesus Christus bezeichnet. Entsprechend muss der Geist Christi im Walter-Thiemann-Haus Raum haben, gelebt werden, ausstrahlen; dabei sagt die Ev. Kirchengemeinde Gronau bewusst Ja zu einer leben-digen Vielfalt, die von über 50 Gruppen gebildet wird. Sie alle sind sozial-diakonisch helfend oder seelsorglich-beratend aktiv. Oder auch sehr daran interessiert, durch Bildung und Aufklärung Lebensimpulse zu setzen. Oder unermüdlich dabei, mit Menschen über "Gott und die Welt" ins Gespräch zu treten, um so sich selbst, das Leben und Gott sowie unseren Glauben besser zu verstehen. Und natürlich wird auch die Gemeinschaft gepflegt, um im schönen Beisammensein  Geborgenheit zu spüren . . . Ebenso wird durch unterschiedliche Chöre kirchenmusikalisch viel bewegt und Gutes getan, vor allem Gott gelobt.

Ein Gemeindehaus ist schließlich kein Vereinshaus. Weil Gott die Mitte bilden muss, nicht aber allein die Menschen, die sich in ihm treffen und sich dort begegnen. So muss der Glaube an Gott das alles Verbindende bilden, das nicht angeordnet werden kann, sondern gelebt werden muss. Darin ist z.B. Walter Thiemann ein Vorbild - mit seinem Mut zum Bekenntnis, mit seinem deut-lichen Nein gegen menschlichem Wahn und Irrsinn damals. Geblieben ist heute die Aufgabe, Verantwortung aus dem Glauben zu übernehmen, sich zu bekennen, sich nicht zu verstecken, son-dern spüren zu lassen, wessen Geistes Kinder wir sind:

„Wir sind lebendige Vielfalt
und laden dich ein, Gemeinschaft in Gottes Geist zu erleben”
.

Nach dem Gottesdienst zeigt sich das Walter-Thiemann-Haus wie gewohnt von seiner gastlichen Seite. In den beiden Sälen waren die Tische mit Leckereien bestückt, die fleißige Hände vorbereitet hatten. Bei Kaffee, Schnittchen und Plätzchen wurde noch so mancher Plausch gehalten. In einem Gruppenraum im 1 Stock ist z. Zt. eine Ausstellung zum Walter-Thiemann-Haus zu sehen.

                                                                              Burkhard Funk (28.08.2016)

Was Luft für einen Luftballon ist, das ist Gott für uns!

So eine der Kernaussagen in der Symbolpredigt von Pfarrer Uwe Riese im Konfirmationsgottesdienst am 17. April 2016. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie deren Festgäste hörten den Worten in der gefüllten Ev. Stadtkirche sehr aufmerksam zu. Die andächtige Stille war ausgeprägt wahrzunehmen.

Luft, so Pfarrer Riese, gibt dem Luftballon Inhalt und Form, Kontur und Profil! Aber was bringt uns Menschen in Form, was gibt uns Profil und Lebensinhalt?  -  Dieser Frage ging er nach und mündete ein in dem Ergebnis, dass Gott bzw. unser Glaube uns Menschen in Form bringt, uns ein Profil gibt, uns Inhalt und Sinn ermöglicht. Unter Aufnahme der Seligpreisungen Jesu in der Bergpredigt aus dem Matthäusevangelium zeigte er das Profil eines Christenmenschen in seinen Grundzügen auf: Liebe, Barmherzigkeit, Versöhnung und Frieden - aus der Kraft des Glaubens an Gott!

Am Ende des Konfirmationsgottesdienstes ließen die Konfirmierten mit ihren Festgästen Luftballons mit ihren Namen und mit vielen guten Wünschen ihrer Familie bei strahlendem Sonnenschein gen Himmel steigen: Als sichtbares Zeichen, dass die guten Wünsche für sie bei Gott ankommen.

 

Allen: Gottes Segen!

(Presbyter Hans Jastrow, Pfarrer Uwe Riese)

Bauabnahme an der Ev. Stadtkirche!

Foto: Hans Jastrow

Foto: Hans Jastrow

Foto: Hans Jastrow

Foto: Hans Jastrow

Foto: Hans Jastrow

Am Donnerstag, 28. Juli 2016, erfolgte die Abnahme des Bauabschnitts II, Südseite der Ev. Stadtkirche: Der uns begleitende Bauingenieur Gunther Rohrberg, Büro Schriek & Rohrberg, Lippstadt, vereinbarte den Termin mit uns als Bauherrin und mit Vertretern der Firma "Bosche" (Mauer- & Fugenarbeiten) sowie der Firma "Prange" (Dachdeckerbetrieb). Seitens unserer Ev. Kirchengemeinde Gronau konnten teilnehmen: Pfarrer Uwe Riese, Kirchmeister Jürgen Ohmann, Presbyter Hans Jastrow.

Seit September 2015 wurden erfolgreich vornehmlich defekte Fugen und Klinkersteine sowie das Dach an der Südseite der Kirche erneuert. Jetzt, En-de Juli 2016, ist das Meiste geschafft; alles wurde prüfend besichtigt. Noch ein paar Restarbeiten in der ersten Augustwoche, und zwar im Wesentlichen die Verfugung des Sockelbereichs und an einigen Fensterkanten, dann kann das Baugerüst weiter abgebaut werden. Abschließend erfolgt die Säuberung der Baustelle samt der Außenwand und der Fenster der Stadtkirche. Danach folgen die Schlussrechnungen und ein "kaufmännisches" Fazit zum Bauabschnitt II.

Im Frühjahr 2017 soll dann der Bauabschnitt III anlaufen, die Nordseite der Kirche: Fugen(teil)sanierung und Dacherneuerung, der schon seit längerem in Vorbereitung ist: Stellung von Anträgen, Erstellung eines Kosten- und Finanzierungsplans, Einholung von Genehmigungen, Bauzeitenplanung etc.

Jetzt sind wir erfreut, dass an der Südseite der Abschluss geschaffen werden konnte. In diesem Jahr geht es nicht mehr weiter; mit Blick auf den kommenden Winter soll der nächste Bauabschnitt, Bauabschnitt III, etwa im März 2017 beginnen und möglichst bis Mitte November 2017 beendet werden, soweit nicht unvorhersehbarer Weise Mehrarbeiten auf uns zukommen, was wir uns nicht wünschen.

Somit:

a) Sanierung des Kirchturms samt Turmdach im Jahre 2008/09, Kosten
    ca. 585.000,- €.

b) Sanierung der Südseite samt südlicher Dachfläche im Jahre 2015/16,
     Kosten ca. 535.000,- € gem. Vorberechnungen.

c) Sanierung der Nordseite samt nördlicher Dachhälfte im Jahr 2017.

d) Sanierung der Ostseite samt östlicher Dachflächen im Jahre 2018.

 

Spendenkonto - mit Angabe des Verwendungszwecks
"Erhalt Ev. Stadtkirche":

DE 90 4015 4530 0182 0005 05 (Sparkasse Westmünsterland)
DE 70 4016 4024 0100 4003 00 (Volksbank Gronau-Ahaus eG
)

 

(Pfarrer Uwe Riese, Presbyter Hans Jastrow)

 

Herzliches Dankeschön an den Schützenverein "Schöttelkotterhook - Tiekerhook - Eßseite"

für seine Mithilfe zur Finanzierung einer neuen Orgel in der Ev. Stadtkirche. Beim diesjährigen Schützenfest sammelte der Schützenverein im Rahmen seines Festballs am Sonntag, 31. Juli 2016, einen Betrag von 550,91 €. Insgesamt hat der Schützenverein "Schöttelkotterhook - Tiekerhook - Eßseite" schon 1.598,54 € zugunsten des Orgelprojekts zusammengetragen. Herzlichen Dank dafür!

Auch danken wir allen anderen Spenderinnen und Spendern, die unser Engagement für eine neue Orgel in der Ev. Stadtkirche und/oder den Erhalt dieser besonderen Kirche gerade jetzt in der Phase der Dacherneuerung und Fugensanierung finanziell unterstützen: Herzlichen Dank!

Ohne Ihre Mithilfe würde es nicht gehen!

Im Namen der Ev. Kirchengemeinde Gronau,
Pfarrer Uwe Riese, 31.07.2016

Am 3. September 2016: Das Walter-Thiemann-Haus wird 10 Jahre alt!

Um die Gestaltung des Gottesdienstes zum zehnjährigen Bestehen des Walter-Thiemann-Hauses ging es am Dienstagabend, dem 12. Juli 2016. Pfarrer Riese hatte öffentlich am letzten Sonntag im Rahmen der gottesdienstlichen Abkündigungen zu dieser Zusammenkunft eingeladen und Presbyter Gerd Ludewig im Vorfeld die Werbetrommel gerührt.

Für den Gottesdienst wurde zentral Psalm 127,1 ausgewählt: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, ist die Arbeit der Bauleute vergeblich“. Denn dies ist ein Leitsatz des Walter-Thiemann-Hauses: Einerseits aus der Planungs- und Bauphase von 2002 bis 2006 und andererseits ganz grundsätzlich für alle Mitarbeit am (Auf- und Weiter-)Bau an der Lebendigkeit dieses zentralen Gemeindehauses, in dem viele kirchengemeindliche und auch nicht kirchengemeindliche Gruppen ihren Platz, ja ihre  Heimat gefunden haben.

In der Tat, es waren und sind viele Bauleute nötig, um dem Herrn dienlich zu sein. So gehen über 50 Gruppen in dem Walter-Thiemann-Haus ein und aus. Dazu gehören mehrere Chöre, Bibel- und Glaubensgesprächskreise, Frauen- und Senioren-Treffs, seelsorgliche Gruppen sowie Konfirmanden und Gruppen von Jugendlichen. Sie alle mögen die Kraft des Glaubens und die Liebe Gottes in diesem kirchlichen Haus spüren und auch selbst leben.

In diesem Jahr steht für alle das Zehnjährige an. Kein großes Jubiläum, aber ein netter "Geburtstag". Entsprechend wird nicht groß gefeiert, und doch soll der "Geburtstag" nicht achtlos übergangen werden, so das Ergebnis einer Beratung des Gemeindebezirksausschusses. Konkret wird nun ein Dankgottesdienst in der Ev. Stadtkirche mit anschließendem Kirchcafé im Walter-Thiemann-Haus gefeiert werden, und zwar am Sonntag, 28. August 2016, 9.30 h: Herzliche Einladung dazu!

Der Gottesdienst wurde am 12. Juli 2016 mit Interessierten vorbesprochen. Eine weitere Besprechung erfolgt  am 12. August 2016, 19.00 h, Walter-Thiemann-Haus. Viele Aspekte und Ideen liegen nun auf dem Tisch; Pfarrer Riese fügt sie zwischenzeitlich liturgisch zu einem sinnvollen Gottesdienstablauf zusammen. Musikalisch wird dieser Gottesdienst besonders mit gestaltet werden durch Kantor Dr. Tamás Szöcs, den Ev. Kirchenchor, die Soulful Swinging Singers und den Chor "Horizont".

Auch wird eine kleine Ausstellung zum Walter-Thiemann-Haus von Presbyter Hans Jastrow und Pfarrer Uwe Riese erwogen. Diese soll Einblicke in die Lebendigkeit dieses Hauses geben, in sein Profil und seine Bedeutung. In den vergangenen zehn Jahren gab es viele Highlights, die dazu beitrugen, ein bewohnbares und lebendiges Gemeindehaus zu schaffen. Entsprechend ist Offenheit als Grundstein des Profils des Hauses anzusehen, aber auch Heimat im und Bekenntnis zum Glauben. Speziell soll auch an den "Namensgeber" Walter Thiemann gedacht werden, der durch sein unerschütterliches Bekenntnis in schwerer Zeit den rechten Glauben mutig vertrat.

Natürlich soll nicht nur zurückgeschaut werden. Es geht auch um die Gegenwart und um die Zukunft: So sollen Karten als Hoffnungsträger mit Luftballons vor der Kirche aufsteigen. „Wir wünschen allen, die zu uns kommen, eine gute Zukunft“, so der Wunsch aller Anwesenden.

Pfarrer Riese hatte alle Hände voll zu tun, um alle Gedanken aufzufangen und an einer Pinnwand zu dokumentieren. Die nächste Zusammenkunft ist für den 28. August 2016, 19.00 Uhr, geplant: Herzliche Einladung!

                                                                                               12.7.2016 -  Burkhard Funk

Jubelkonfirmation 2016

Es war schon ein besonderer und feierlicher Gottesdienst in unserer Stadtkirche. In bester Spiellaune präsentierte sich der Posaunenchor der Erlöserkirche und gesangsstark der Chorus Cantabile.

Wenn man vor 70, 65, 60 und 50 Jahren Konfirmation gefeiert hatte und Jahrzehnte später daran erinnert wird, dann geht das nicht ohne Adrenalin und Emotionen vorüber zumal das Wetter sich von der sommerlichsten Seite zeigte.

Schon am Samstag traf man sich zum Kaffee trinken in der Evangelischen Kirche in Epe. Es war fast so, wie ein Klassentreffen. So manche lustige Begebenheiten wurden wieder aufgefrischt. Fußballspielen auf dem alten Schloßplatz vor der ehemaligen Kirche z.B., die im Zuge der Altstadtsanierung leider abgerissen wurde. Die damaligen Pfarrer hatten Mühe, die Katechumenen und Konfirmanden vor dem kirchlichen Unterricht einzusammeln und Pastor Schmalgemeyer zumindestens zuckte mit dem rechten Fuß, wenn er den Ball sah...
Was musste man nicht alles auswendig lernen, für die heutigen Konfikids (so heißt das jetzt) undenkbar.
Und dann traf man sich, nach 2 Jahren kirchlichen Unterrichts, zweimal die Woche, am Tag der Konfirmation im Pfarrhaus an der Ochtruper Straße (steht heute leider auch nicht mehr) und zog feierlich in die Stadtkirche ein.
Nicht vergessen sollte man, dass auch in der Erlöserkirche im Stadtwesten sowie in der Evangelischen Kirche in Epe viele Konfirmationen gefeiert wurden.

Im Walter-Thiemann-Haus traf man sich nach dem Festgottesdienst abschließend noch einmal zum Kaffee trinken.

Hans Jastrow

Gottes Liebe ist wunderbar...

so wunderbar: So hoch, was kann höher sein,  so weit, was kann weiter sein! So sang der instrumental unterstützte, begeisternde Chor mit der zahlreich erschienenen Festgemeinde aus Anlass des 60.-jährigen Jubiläums des Wittekindshof, Standort Gronau, am Sonntag, dem 4. September 2016.

Der Festgottesdienst fand in Zusammenarbeit mit der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in der Evangelischen Stadtkirche Gronau statt. Die Begrüßung nahmen Reiner Breder, Ressortleiter des "Gronauer Wittekindhofes" und Romina Ruge vom Bewohnerbeirat vor. Es wurden nicht nur die zahlreichen Ehrengäste begrüßt, sondern auch die bemerkenswerte Zahl der Kirchgänger, unter die sich die Menschen mit Behinderung(en) mit ihren Betreuern wunderbar integrierten: Eine Gemeinde! Feierlich umrahmt wurde der Festgottesdienst vom Ev. Posaunenchor und Spielmannszug der Erlöserkirche sowie von dem voluminös auftretenden Chor, vorwiegend Mitarbeiter aus dem Wittekindshof hier in Gronau, geleitet von Frau Klups-Baller.

In der liturgischen Eröffnung wurden in Anspielung auf das gestalterische Werk der Einrichtung die Worte gesprochen: „Nicht in mir, sondern in Dir, mein Gott, finde ich zu mich selbst“! Gottes Liebe steht den Gläubigen stets zur Verfügung. Gerade für das Beschädigte, Unvollkommene und Zerbrochene steht Gottes Liebe gerade. Die Feststellung, dass Gott alle Gebete hört – auch wenn sie nicht immer sofort in Erfüllung gehen -  wurde mit dem vertrauensvollen Bibelwort „Suchet, so werdet ihr finden, bittet, so wird euch gegeben, klopfet an, so wird euch aufgetan“ bekräftigt.

Pfarrer Uwe Riese stellte in seiner Predigt die Frage “Was suchen wir denn?“. Er kam zu dem Schluss, dass wir alle ohne Ausnahme Suchende sind. Es seien dies nicht nur die Dinge des täglichen Lebens, sondern darüber hinaus "schlicht und einfach" Geborgenheit. Dieser Wunsch gilt für alle Menschen gleichermaßen und ist nicht von der eigenen Leistung abhängig. Jeder Mensch braucht Zuwendung und Liebe und gegenseitiges Vertrauen. So werden Freundschaft und Ehen geschlossen, aber alles steht unter dem Motto der Gemeinschaft. So nahm z.B. Jesus zwei Jünger mit sich in den Garten Gethsemane, um zu Gott zu beten.  Tragen und Getragen-Werden geschieht immer nur in Gemeinschaft. Dabei wird die offen ausgestreckte Hand, in die eine andere einschlägt, zum Symbol mit der Eintracht Gottes. Es gilt hier nicht der egoistische Werbespruch „Unterm Strich zähl ich“, sondern vielmehr Barmherzigkeit, die einen würdevollen Umgang der Menschen untereinander ermöglicht. Schöpfungsgemäß ist der Mensch auf den anderen angelegt und das nicht nur punktuell und sporadisch, sondern dauernd, ein ganzes Leben lang.

Der Wittekindshof, 1956 durch den Kauf des Annaheimes, ehemals eine Unterkunft für junge Textilarbeiterinnen der Spinnerei Deutschland, noch in den Kinderschuhen steckend, entwickelte sich kontinuierlich zu einer beachtlichen Filiale zum Mutterhaus in Bad Oeynhausen und überflügelte sie sogar. Der damalige Direktor Frey half beim Aufbau tatkräftig und finanziell mit, so dass die Anfangsschwierigkeiten überwunden werden konnten. Heute zählen 500 Mitarbeiter zum Stab, die in 8 Jahren über tausend Menschen betreuten. Das zählt umso mehr, da jeder Arbeitsplatz individuell eingerichtet worden ist. Heute gehören Werkstätten, Schulen, Wohngemeinschaften etc. nicht nur in Gronau, sondern auch in umliegenden Gemeinden zum Bestand.

Die Nähe von Mitarbeitern zu den Heiminsassen lässt sich aus menschlicher Sicht nicht hoch genug einschätzen. Das Prinzip der offenen Hände oder Arme kürt die Einrichtung zu einem Hort der Nächstenliebe. Praktiziert im täglichen Füreinander. Das machte auch das Logo deutlich: zwei ineinander greifende Hände, die als Parameter an der Kanzel angebracht waren: Hand in Hand . . . Am Ausgang erhielt jeder Kirchbesucher einen in Holz geschnittener Schlüsselanhänger, auf dem das Symbol der ineinander greifenden Hände eingeritzt worden ist. Ein Symbol, was beim Vater unser Pate stand: Die Betenden fassten sich an den Händen und machten somit ganz nebenbei eine tiefe Gemeinschaftserfahrung.

Im Anschluss an den Gottesdienst konnten die Ehrengäste als Festredner in ihrer Laudatio ganze Lobeshymnen los werden. So Pfarrer Dr. Dierk Starnitzke, Vorstandsprecher der Diakonischen Stiftung Wittekindshof, Bernhard Tenhumberg, MDL, verantwortlich für Kinder.- und Familienpolitik, Sonja Jürgens, Bürgermeisterin der Stadt Gronau, Jürgen Kockmann, Abteilungsleiter LWL Behindertenhilfe, Pfarrer Joachim Anicker, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken sowie Andreas Wuneke, Stiftungsvorstand und Superintendant des Kirchenkreises Vlotho. Allen gemeinsam in den Ansprachen war der Dank für die vergangenen sechs Jahrzehnte und für die Zukunft noch viele Jahrzehnte mehr.

Burkhard Funk (4. September 2016)

"Freiheit und Verantwortung"

Der bekannte SPD Politiker referierte am Donnerstag abend, dem 23. Juni 2016, in der Stadtkirche zum Thema „Freiheit und Verantwortung.“.

 

Wenn sich noch die Romantiker im 19. Jahrhundert mit dem bloßen Gedanken daran begnügen mussten, werde heute dagegen die Freiheit gelebt. Freiheit misst sich an der Freiheit der anderen!“; mit diesen Worten leitete Franz Müntefering sein Referat ein. Zuvor hatte ein "Ständchen" für den musikalischen Rahmen gesorgt, der dem Abend ein festliches Gepräge verlieh.

Der Politiker, der schon im Kabinett Schröder und später im Kabinett Merkel diente, machte deutlich, dass mit der Freiheit des Individuums auch die Mitverantwortung in gleichem Maße steige. Schon der Artikel 1 des Grundgesetzes gehe von der Würde des Menschen aus. Es seien alle Menschen gemeint, nicht nur einzelne gesellschaftliche Gruppen. In den Artikeln 1 bis 19 werden die Freiheiten   - wie z.B. die Meinungsfreiheit  klar umrissen. Dies war in Deutschland nicht immer so. In einem geschichtlichen Exkurs verwies ntefering auf das Wahlrecht. Es sollte gleich, frei, geheim und direkt erfolgen. Schon 1863 eingefordert. dauerte es doch bis 1919, bis dieser Grundsatz Eingang in die Verfassung der Weimarer Republik fand.  In dieser Forderung spiegelte sich die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse wieder. Mann und Frau waren erstmals gleichgestellt und durften ihr Kreuz auf dem Wahlzettel machen“, so Müntefering. Damit war ein großer Schritt auf die Daseinsfürsorge zu gemacht. Erst jetzt waren gleiche Bedingungen wie z.B. die ärztliche Versorgung für alle Menschen gegeben. Daraus entwickelte sich immer mehr der politische Wille, der alle Lebensbedingungen im sozialen Bereich erfasste. Nicht mehr der Geburtsort sollte über das Wohl und Wehe des einzelnen entscheiden. Die Unterschiede zwischen Stadt und Land sollten egalisiert werden. Dieses Band ziehe sich noch bis heute hin, dürften doch die ländlichen Gebiete nicht vernachlässigt werden.

 

Die Grundwerte der Französischen Revolution von 1789 mit den Begriffen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit zogen Gerechtigkeit und Solidarität nach sich. Es sei nun Sache des Staates, diese Grundvoraussetzungen zu pflegen. In Deutschland mit seinen über 80 Millionen Menschen kein leichtes Unterfangen, klaffen doch schon in der Parteienlandschaft die Meinungen auseinander. Der Bundestag  habe  die Aufgabe,  hierüber  zu  wachen.  Die Abstimmungen seien Meilensteine der Politik und verhindern, dass jede Gesetzesvorlage durch Volk-sentscheid, bzw. durch Volksbefragung zu entscheiden seien. In den Debatten werde um Kompromisse gerungen, mit denen die Mehrheit zufrieden ist.

 

An dieser Stelle erinnerte sich Franz Müntefering an seine Kindheit. Nach dem Krieg seien damals ehemalige Soldaten unterwegs gewesen, die irgendetwas verkaufen mussten und dabei von Tür zu Tür gingen. Manche hatten nur Hunger. Seine Mutter bat die Bittenden an den Tisch und belehrte ihren Sohn, dass „niemand im Stehen essen solle! So sei Solidarität ein nicht erzwingbares Gut, vielmehr spüre man an dieser Stelle die Nächstenliebe heraus. Gemeint sei hier die Hilfsbedürftigkeit aller, denn jeder sei auf den Nächsten angewiesen. Ohne diese Einstellung sei die Gesellschaft nicht lebensfähig. Die Globalisierung trage diesen Gedanken weltweit mit sich. Die großen ökologischen Fragen unserer Zeit seien ohne das Mitwirken aller Staaten nicht mehr zu lösen. Auf der Welt gibt es keine Weltpolizei“ rief er den Versammelten zu. Sein Vater habe ihn zwei Dinge mit auf den Weg gegeben: 1. Trete in keine Partei ein und 2. Keine deutschen Stiefel sollen mehr im Ausland marschieren“. Eine Vorgabe, die  - wie Müntefering sagte -  er nicht ein-halten konnte. Wenn seinerzeit auf dem Balkan Tausende von Menschen umgebracht wurden, könne man nicht seelenruhig zuschauen.  Vielmehr ergebe sich die Notwendigkeit der sozialen Zusammenarbeit. Hierbei können die Kirchen eine tragende internationale Rolle spielen, so Müntefering weiter.

 

Die zunehmende Weltbevölkerung rufe immer mehr nach Lösungen. Das Beispiel von Kain und Abel dürfe nicht als Vorbild hingenommen werden. Es sei die Vielfältigkeit von Lösungen erforderlich. Der rasante Anstieg der Weltbevölkerung mache eine gemeinsame Politik notwendiger denn je. Waren es noch vor 50 Jahren nach Kriegsende 1,8 Milliarden Menschen, sei die Zahl heute auf 7,5 Milliarden gestiegen; schon für das Jahr 2050 werde die Zahl auf 10 Milliarden steigen.

Afrika nehme hier einspezielle Rolle ein. Wir  müssen  uns  unterhaken“, erklärte  der SPD- Politiker zum Schluss seiner Ausführungen.

 

Kirchenrat Rolf  Krebs bedankte sich anschließend für den Vortrag und machte deutlich, dass Franz Müntefering die Politik in den letzten Jahrzehnten maßgeblich mitgestaltet habe. Ihre Lebenserfahrung und Lebensweise sind bei Ihnen authentisch“, lobte Krebs den Referenten.

 

Anschließend wechselte man den Schauplatz, indem  noch  weiter Interessierte ins Walter-Thiemann-Haus übersiedelten. Die lebhafte Diskussion zeugte von einem vielseitigen Engagement seitens des Publikums.

 

Pfarrer  Riese  verabschiedete  im  Namen der Ev. Kirchengemeinde Gronau und im Namen der AG" Stadtkirche kreativ" und Franz Müntefering mit einem Geschenk.

 

  Burkhard Funk, 24.6.2016

Eper Kindergottesdienstkinder auf Entdeckungsreise

In den Nordhorner Tierpark machten sich jetzt 50 Kindergottesdienstkinder zusammen mit Pfarrerin Bettina Roth-Tyburski, Pfarrer Marcus Tyburski und dem Jugendmitarbeiterteam auf. Die "Jungtiere" des Tierparks standen ganz besonders auf dem Programm des Tages. Zwei pädagogische Zooführerinnen erklärten den Kindern viel Interessantes beispielsweise über Leoparden, Schneeeulen, Wölfe, Zebras und viele andere Tiere. Sie erklärten auch, dass es diesem Tierpark und auch anderen Zoos immer wieder gelingt, verschiedene vom Aussterben bedrohte Tiere zu retten. Das beeindruckte die Kinder auf ihrer Entdeckungsreise sehr. Angefüllt mit vielen Eindrücken durften sich die Kinder nach der Führung an vielen unterschiedlichen Gehegen vorbei erst einmal auf dem großen Spielplatz austoben. Anschließend wurde noch den ein oder anderen Tieren beim Füttern zugeschaut. Für die Kinder war es wieder einmal ein sehr vielseitiger und interessanter Kindergottesdienstausflug!
Pfarrerin Bettina Roth-Tyburski

Die „Nacht der offenen Kirchen“ am Pfingstsonntag im Paul-Gerhardt-Heim

"Ein schöner Tag war uns beschert", Lesen Sie bitte hier weiter.

65 Jahre EKMD - Waldgottesdienst am Himmelfahrtstag

 

Vor 65 Jahren – ein „jahrelang unterbrochener schöner Brauch" wurde wieder aufgenommen - Lesen Sie hier bitte weiter.

Ökumenische Kinder-Kar-Tage in Epe

Gründonnerstag und Karfreitag sind die zwei wichtigsten Tage in der Passionszeit seit Beginn der Christenheit. Was aber können Kinder mit diesen Tagen anfangen, abgesehen davon, dass es für sie Ferientage sind?
An beiden Tagen hatten 70 evangelische und katholische Kinder die Gelegenheit sich durch verschiedene Aktionen in das Geschehen dieser beiden Tage hineinzuversetzen. Ein fast 20-köpfiges Team an ehrenamtlichen Mitarbeitern stellte gemeinsam mit Pfarrerin Bettina Roth-Tyburski und Pastoralreferentin Anne Grothe ein buntes Programm zusammen. In Anlehnung an ein Bilderbuch bastelten die Kinder einen Chamäleonvogel, der Jesus durch seine Leidensgeschichte begleitet und entsprechend sein buntes Federkleid in ein farbloses, grauschwarzes wechselt. In Kleingruppen wurde alles für ein gemeinsames Agapemahl am Abend vorbereitet. Die Tische wurden mit selbstgebastelten Vasen und Kerzen und selbstbedruckten Tischdecken gedeckt. Die Fenster und Wände verzierten die Kinder mit Sonnen und Blumen. Auch Brot wurde selber gebacken, dazu Käse, Weintrauben und Traubensaft vorbereitet. In einer Gruppe wurden sowohl Lieder als auch ein Tanz vorbereitet, der vor dem Essen gezeigt wurde.  Mit Liedern, Gebeten und der Bibelgeschichte, in der davon erzählt wird, dass Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht und mit ihnen das letzte Mahl hält, wurden die Kinder in das Agapemahl eingestimmt.
Am nächsten Morgen des Karfreitags ging es recht früh für alle weiter, denn in allen Gruppen wurden die verschiedenen Stationen
des Leidensweges Jesu intensiv vorbereitet und eingeübt. Mit Kostümen und anderen passenden Assesoires wurde schließlich der Kreuzweg Jesu den dazugekommenen Eltern, Geschwistern, Großeltern und anderen Interessierten vorgestellt. Auch dieser Teil der Kinder-Kartage erhielt durch die Lieder und Gebete einen liturgischen Rahmen. Den Schluss der beiden Tage bildete ein gemeinsames Fastenessen, während dessen alle sich über das Erlebte miteinander austauschten. "Zwei sehr gelungene und intensive Tage waren das, und alles hat - trotz der traurigen und ernsten Thematik - viel Spaß gemacht.", stellte am Ende eine der Mitarbeiterinnen fest und sprach das aus, was alle Beteiligten dachten.

Visitation vom 6. bis zum 10. März 2016

Unsere Ev. Kirchengemeinde Gronau wurde vom Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken visitiert, d.h. besucht. Ein sinnvoller Besuch zur rechten Zeit nach einer zweijährigen Gemeindeberatung mit wichtigen Impulsen, aber nicht mit ab-schließenden Ergebnissen, um miteinander über das Gemeindeleben mit seinen Stärken und Schwächen ins konstruktive Gespräch zu treten.

Die Leitung der sogenannten Mittelebene, der Kreissynodalvorstand, unterstützt von anderen, z.B. von Mitgliedern aus kreiskirchlichen Fachausschüssen, visitiert in jedem Jahr in der Regel zwei seiner Kirchengemeinden. In diesem Jahr zum einen uns hier in Gronau (im Frühjahr) und zum anderen die Ev. Kirchengemeinde Oeding-Stadtlohn-Vreden (im Herbst). Jede Gemeinde wird dabei derzeit ungefähr alle 12 bis 15 Jahre visitiert. Unsere letzte Visitation war im März 2001, damals durchgeführt unter der Leitung des langjährigen Gronauer Pfarrers Rolf Krebs, der seinerzeit Superintendent war und später Kirchenrat wurde; er ist unserer Gemeinde immer noch herzlich verbunden.

Dieses Mal, 15 Jahre später, fand die Visitation unter der Leitung von Superintendent Joachim Anicker statt, der mit KSV-Mitglied Hildegard Schlechter die meisten Termine wahrnahm. Ein umfassendes Programm, in dem nicht die einzelnen Gemeindegruppen besucht werden sollten, sondern mit den Beteiligten über einzelne wichtige Arbeitsbereiche gesprochen wurde. Denn im stetigen Wandel der Zeit und angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen aller Kirchengemeinden war es ein zentrales Anliegen, über das Gegenwärtige mit deutlicher Ausrichtung auf das Zukünftige zu sprechen. Folglich standen insbesondere zwei Gespräche im Fokus:

a) Das Gespräch über die Finanzlage unserer Gemeinde, an dem der gesamte
     kreiskirchliche Finanzausschuss teilnahm;

b) das Gespräch über die Strukturen unserer Gemeinde, auf das sich der kreis-
     kirchliche Strukturausschuss gut vorbereitet hatte.

In beiden Gesprächen wurde offen und ehrlich die Situation besprochen und ebenso offen und ehrlich wichtige Impulse gesetzt. Sowohl der Finanz- als auch der Struk-turausschuss unseres Kirchenkreises empfehlen unserer Kirchengemeinde einen wei-teren, größeren Sparschritt!

Es versteht sich von selbst, dass dies in diesem recht hohen Ausmaß eine finanziell bedingte Empfehlung ist. Zwar ist das Kirchensteueraufkommen in diesen Jahren noch recht gut, aber dennoch wird das Geld für uns als Gemeinde kontinuierlich knapper, weil auch unsere Gemeinde zahlenmäßig stetig kleiner wird. Seit der Visitation im Jahre 2001 sind bis heute ca. 2.000  Gemeindeglieder "verloren gegangen". Der Hauptgrund ist in der deutschlandweiten Demographie zu sehen: Unsere Bevölkerung altert, wenig Geburten, mehr Verstorbene als Täuflinge (2015: 158 Verstorbene "gegenüber" 74 Täuflingen). Inzwischen ist jedes zweite Gemeindeglied mindestens 50 Jahre alt! Ein demographisches Faktum unserer Gesellschaft, das sich auswirkt und gegen das eine Kirchengemeinde nichts tun kann! Hinzu kommen über die Jahre: Verteuerungen und der normale Verlust an Kaufkraft des Geldes.

Geholfen hat der Schritt zu einem Gemeindehaus in der Mitte, dem Walter-Thiemann-Haus. Das spart Ausgaben deutlich ein, weil es eine Konzentration, eine Reduktion darstellt: Johannes-Calvin-Haus, Gemeindezentrum Mitte und Erlöserkirche mit Jugendhaus wurden im August 2006 geschlossen. Statt drei "nur" noch ein Gemeindehaus! Vor und nach diesem zentralen Schritt wurden die Küsterstellen schrittweise abgebaut und durch fleißige Ehrenamtliche ersetzt. Arbeitsstunden wur-den auch im Gemeindebüro und im Hausmeisterbereich reduziert und bislang 1,25 Pfarrstellen, also 25 % Pfarrdienstkontingent.  -  Im Ergebnis hat unsere Gemeinde seit etwa 2000 bereits viel geleistet und ihr Möglichstes getan; nun sind  - naturgemäß -  die nächsten Schritte dran!

Das Presbyterium wird weiter beraten und möglichst im Sommer ein Ergebnis in einer Gemeindeversammlung vorstellen. Das Ergebnis sollte dabei noch offen genug sein, um gute. weiterhelfende Anregungen aus der Gemeinde ggf. aufnehmen zu können.

 Die Zeit bis zum Sommer ist notwendig: Denn eine neue Pfarrdienstkonzeption muss her! Möglichst auch eine Gemeindekonzeption! Beides muss harmonisch aufeinander abgestimmt sein! Nur so wird es möglich sein, dass das Gemeindeleben mit Seelsorge und Verkündigung nicht zu kurz kommt! Die beiden Gemeindeberater sprachen bereits 2014 und 2015 von der unvermeidbaren Notwendigkeit eines Gemeindeabbaus, aber nicht nach "Kriterien" des Zufalls, sondern gut überlegt und verantwortungsvoll umgesetzt - mit einer Schärfung des Profils unserer Gemeinde u.a. durch ein einheitliches Leitbild und durch die Definition von gesamtgemeindlichen Schwer-punkten.

 Neben den Finanz-, Struktur- und Zukunftsgesprächen gab es seitens der Visitatorinnen und Vistatoren viel Lob für vielfältig Gutes in unserem facettenreichen Gemeindeleben, z.B. für die Vielfalt in der Kirchenmusik, für die Bandbreite in der Seniorenarbeit, für das Engagement in der Konfirmandenarbeit . . . Beeindruckend war, dass die Ev. Kirchengemeinde Gronau als außerordentliche Besonderheit eine Vielzahl an evangelischen Kooperationspartner hat: CVJM und EKMD, Ev. Stiftung Wittekindshof, viele Fachbereiche der Diakonie, Ev. Lukas-Krankenhaus und Ev. Seniorenzentrum Bethesda, Ev. Kindertagesstätten aus dem kreiskirchlichen Trägerverbund KiTa. Und zusätzlich die Ökumene. All diese Arbeitsbereiche wurden gemeinsam besprochen, zudem das Gemeindebüro mit Archiv visitiert und ein Gespräch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der MAV geführt. Im Vorfeld fand das Gespräch zur kirchengemeindlichen Öffentlichkeitsarbeit statt, das nebenbei aufzeigte, dass in unserer Gemeinde viel los ist, mitunter aber "der rote Faden" zu kurz kommt.

Unser Presbyterium hat ein ausgereiftes Bewusstsein für die Situation im gegenwärtigen Augenblick, den Willen, sich zu stellen, und jetzt auch neuen Mut, weiter zu beraten und zeitnah verantwortungsvoll zu entscheiden . . . Es wird vorangehen! Ein großer Weg liegt vor uns, aber auch der beginnt mit dem ersten Schritt - im Vertrauen auf Gott!

(Pfarrer Uwe Riese)

Augen auf und durch - Ökumenische Bibeltage 2016 Gronau und Epe

2. Abend in der St. Josefskirche

Das Thema des zweiten Bibeltages lautete: "Wenn man sich öffnen kann" (Sacharja 2,1 - 9). Pfarrer Edwald Pawolka von der St. Antonius Gemeinde Gronau leitete den interessanten Abend.

Augen auf und durch - Ökumenische Bibeltage 2016 Gronau und Epe

Unter dem Motto "Wenn Erfolge weh tun..." stand der dritte und letzte Bibelabend im Rahmen der diesjährigen Ökumenischen Bibeltage in der Evangelischen Kirche Epe. Pfarrer Marcus Tyburski und Team führten durch den interessanten Abend. Besprochen und diskutiert wurde aus der Bibel das Buch Sacharja 12,9 - 13.1.

„Augen auf und durch“ – Zugänge zum Sacharjabuch

Ökumenische Bibelwoche 2015 in der St. Josefskirche Gronau

Ökumenische Bibeltage 2016 im Februar und März in Gronau und Epe

Zum Auftakt der diesjährigen Bibeltage ist es gelungen, einen hochkarätigen Referenten zu gewinnen. Herr Prof. Dr. Thomas Pola hat bereits im Vorfeld großes Engagement gezeigt und einen wesentlichen Beitrag zum Arbeitsbuch geliefert. Mit diesem Arbeitsbuch bereiten sich im gesamtdeutschen Sprachraum Gemeinden verschiedener Konfessionen auf die Bibelwochen vor. Aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit als Prof. für alttestamentliche Theologie verfügt Herr Pola über fundierte Kenntnisse und ist gerne bereit aus seinem reichen Wissensschatz Auskunft zu geben. Eingeladen von Dortmund nach Gronau zu kommen wurde Herr Professor Pola von Pfarrerin Claudia de Wilde, die ihn seit den Studienjahren in Tübingen kennt. Am Montag, 15. Februar 2016 wird er um 19.00 Uhr einen Einführungsvortag im Walter-Thiemann-Haus  zum Sacharjabuch halten, Thema: "Siehe, dein König kommt zu Dir".

Es gibt drei weitere Veranstaltungen zum Thema:

Donnerstag, 18. Februar, 20.00 Uhr im Pfarrhof Epe : „Wenn etwas in Bewegung kommt“ (Sacharja 1,7 – 17),

Mittwoch, 24. Februar, 20.00 Uhr in der St. Josefskirche Kaiserstiege: „Wenn man sich öffnen kann“ (Sacharja 2,1 – 9),

Dienstag, 1. März, 20.00 Uhr in der Ev. Kirche Epe: „Wenn Siege wehtun“ (Sacharja 12,9 – 13,1)

Am Samstag/Sonntag, 27. und 28.2. findet zu den Gottesdiensten und Messen in der Evangelischen Stadtkirche, der St. Antonius und St. Josefskirche Gronau im Rahmen der ökumenischen Bibeltage jeweils ein Lektorentausch statt. Herzlich willkommen zu allen Veranstaltungen.

Herr Spahn dankte herzlich für die Einladung und bemerkte, dass er in der katholischen Kirche, zu der er gehört, noch nie die Gelegenheit hatte, vom Ambo aus eine Ansprache zu halten. Er bezeichnete sich als religiös geprägt durch Messdienertätigkeit und Besuch eines katholischen Gymnasiums. Zur Thematik „Freiheit und Verantwortung“ betonte er, dass ihm “Freiheit in Verantwortung“ mehr einleuchte. Zudem gehe es für ihn nicht so sehr um „Freiheit von ...“, vielmehr um „Freiheit zu ...“. In aller Freiheit möchte er die  Verantwortung übernehmen, seine Fähigkeiten und Begabungen zum Wohle anderer Menschen einzubringen. Des Weiteren wurden im Vortrag mehrere Punkte ausführlich beleuchtet. Zunächst die Gedanken zum bekannten Zitat: „Suchet der Stadt Bestes“. Grundsätzlich geht es unserem Land zurzeit sehr gut, dennoch finden sich immer Punkte, die zu verbessern wären. Die Erkenntnis, dass nichts perfekt zu machen ist, dass Umstände sich ändern und daraufhin umgedacht werden muss, führt zu einer inneren Gelassenheit.

Bezüglich der Flüchtlingsfrage zitierte Spahn den Bundespräsidenten Gauck: „Das Herz ist weit, die Möglichkeiten sind begrenzt.“ Der Referent zeigte durchaus Verständnis für Flüchtlinge, die sich hier ein gutes Leben erhoffen. Bei Anwendung der Gesetzeslage tritt allerdings die Ernüchterung ein. Diese Ambivalenz macht ihm im politischen Alltag durchaus zu schaffen.

Spahn betonte weiter, den Wert des Einzelnen, der in unserem Land als Selbstverständlichkeit gilt; außerhalb Europas ist dies allerdings nicht gegeben.

Aufgrund der heutigen Schnelllebigkeit und der weltweiten Kommunikation sollten die Kirchen ein Ort sein, wo nicht der Moderne hinterhergelaufen wird, sondern ein „Ruhepol“ angeboten wird. In unserem Land besteht Trennung von Kirche und Staat und die Kirchen sollten sich mit ihrem Schwerpunkt nicht verstecken.   

Die musikalische Gestaltung gelang sehr passend und auf den Referenten abgestimmt durch die drei Musiker Daniela Bosenius (Gesang), Karl Sousa (Violine), Tamás Szöcs (Flügel und Orgel). Pfarrer Uwe Riese dankte herzlich für den umfassenden Vortrag. Eine angeregte Diskussion schloss sich im Walter-Thiemann-Haus an.   

6.10.2016 - Hans und Anne Jastrow

Wangerooge 2016 - Seniorinnen und Senioren fröhlich unterwegs!

Gemeinsam mal auf einer anderen Insel Urlaub machen! Mal etwas Neues erleben, aber nicht auf die vertraute Gemeinschaft verzichten zu müssen, lesen Sie bitte hier weiter.

Aktion 1000

50 x 1.000 = 50.000! Wenn z.B. 50 Menschen jeweils 1.000,- € spenden, dann entsteht die Spenden-summe von 50.000,- €.

 

 


Die Ev. Stadtkirche Gronau braucht unsere, Ihre Hilfe! JETZT, denn das Dach dieser schönen, unter Denkmalschutz stehenden Kirche wird erneuert und die Fugen in den Außenwänden werden (teil-)saniert. Nach vielen Jahrzehnten eine übliche Reparaturmaßnahme, die nicht länger hinausgezögert werden kann und darf. Kostenpunkt: Etwa 1,2 Mio. €!

Lesen Sie bitte hier weiter!

14. Konfi-Cup: Das Team aus Epe hat gesiegt!

6 Mannschaften, 15 Vorrundenspiele, 1 Finale. Spannung pur, weil dieses Mal die Torhüterinnen und Torhüter allesamt sehr gut hielten. Somit wurden die meisten Spiele knapp entschieden, alle Teams waren leistungsmäßig sehr dicht beieinander, keine Mannschaft dominierte das Turnier von Anfang bis Ende.

In 16 Spielen fielen nur 21 Tore! 5 Spiele endeten 0-0, 5 Spiele 1-0 und in 4 Spielen fielen jeweils 3 Tore (2x 3-0 und 2x 2-1). Und dennoch: Gerade die enge Leistungsdichte machte das Turnier sehr spannend bis zum Schluss. Im Finale, das nach Verlängerung 0-0 stand, entschied das 7m-Schießen, das die Mannschaft aus Epe konzentriert anging und nervenstark gewann: 4-3, nachdem der Torwart aus Epe 2x halten konnte. Bis auf das 7m-Schießen bestritt das Team aus Epe seine Spiele mit einer Torhüterin, die in 6 Spielen nur 2x hinter sich greifen musste: Bei der einzigen Niederlage.

Glückwunsch nach Epe! Pokal und Wimpel, von Hans Werner Bartsch kreativ hergestellt und gestiftet, sind nun in der Ev. Kirche Epe zu bestaunen!  -  Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Pfarrer Uwe Riese und Jugendreferent Thomas Flachsland unterstützt haben!

Weltgebetstags 2016 in der evangelischen Stadtkirche

„Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“

In der gut besuchten und landestypisch dekorierten Stadtkirche feierten Frauen aller Konfessionen am Freitag, 4. März 2016 den Weltgebetstag 2016. Die politische, gesellschaftliche und kirchliche Situation der kubanischen Frauen wurde thematisiert. Das Vorbereitungsteam lud in der Form eines spontan gebildeten ad-hoc-Chores, unterstützt vom Kreiskantor Dr. Tamás Szöcs am Flügel, zum Mitsingen ein. Zur Unterstützung verschiedener sozialer Projekte kam eine ansehnliche Kollekte zusammen. Schwerpunkt des Weltgebetstages 2017 sind die Philippinen. Beim anschließenden Austausch im Walter-Thiemann-Haus herrschte eine entspannte und fröhliche Stimmung.

Pfarrerin Susanne Nickel heute aus der Kirchengemeinde verabschiedet

„Befiehl du deine Wege, und was dein Herze kränkt,
der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn,
der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.“

Mit dieser ersten Strophe eines sehr bekannten Paul-Gerhardt-Liedes verabschiedete Superintendent Joachim Anicker Pfarrerin Susanne Nickel aus ihrem Pfarrdienst in der zweiten Pfarrstelle der Ev. Kirchengemeinde Gronau am Sonntag Palmarum, 20. März 2016, feierlich in einem Festgottesdienst in der Ev. Stadtkirche. Zuvor sprach er ihr Gottes Segen zu - für ihren Dienst in ihrer neuen Pfarrstelle in der Ev. Kirchengemeinde Lienen.

 

Im Gottesdienst, musikalisch mitgestaltet von Herrn Helmut Leuders und von den Soulful Swinging Singers unter der Leitung von Herrn Dietmar Schultz, predigte Pfarrerin Susanne Nickel über Hebräer 12,1-3. Dies tat sie anschaulich mit Hilfe von selbst fotografierten Naturbildern am Drilandsee, den sie sehr lieb gewonnen hat als Ort der Ruhe und Muße, der Entspannung und der Begegnung mit Gott in der Natur, der Schöpfung Gottes: Im Freizeitrefugium "Drilandsee" hat Susanne Nickel, um Kraft zu schöpfen, Meditationsspaziergänge um den See gemacht und dabei das Farbenspiel des Himmels mit seinen Wolken und immer wechselnden Lichteffekten bewundert und in ihrem Verabschiedungs-gottesdienst mit in ihrer Predigt aufgenommen. Sie teilte mit, dass sie immer gestärkt Bibelstellen aufschlagen konnte, in denen von Wolken und dem Licht des Himmels zu lesen ist. So ist z.B. die Herrlichkeit Gottes in einer Wolke beim Auszug des Volkes Israel aus Ägypten erschienen. Auf dem Berg Sinai ist Mose von einer Wolke umgeben worden, in der Gott unsichtbar blieb und ihm dennoch begegnete. Letztendlich nahm eine Wolke Jesus vor den Augen der Jünger hinweg.

Die Lichtspiele über dem Drilandsee haben Susanne Nickel mit unterschiedlicher Coleur gezeigt, wie groß und verscheiden unsere menschlichen Erfahrungen mit Gott sein können. Mal waren sie hell von der Sonne durchschienen und mit ihren unzähligen Wassertröpfchen haben sie der Vielfalt der menschlichen Seele entsprochen. Morgens und abends sind sie dem Feuer gleich gewesen und spiegelten somit Konfliktsituationen auf unserem Erdball wider. Zum andern türmten sie sich wie Gebirge auf und können somit auf schwere Lebenswege hinweisen. Auch verdunkeln sich die Wolken und werden finster, lassen das göttliche Licht nur verdeckt "erscheinen". Aber schon ein einziger Strahl der Sonne kann wieder Licht bringen. Eine auf diese Weise hergestellte Gottes-erfahrung ist ihr Glaubenszeugnis, versicherte Pfarrerin Susanne Nickel. „Wolken malen das Gesicht Gottes!“ rief sie der Gemeinde zu.

In der heutigen Zeit ist der Durst nach Liebe und Glück in einer großen Sehnsucht zu spüren. In der Tiefe geht es dabei um das Angenommen-Werden durch Mitmenschen. Diese Sehnsucht hat schon Augustin im 3. Jahrhundert nach Christi Geburt gespürt; er ist von einer tiefen „Unruhe“ ergriffen worden. Es ist zu bedenken, dass viele Mitmenschen mit der heutigen Zeit nicht zufrieden sind. Wir können diese Sehnsucht nach Zufriedenheit steuern, indem wir die Nähe zu Gott aufsuchen, meinte Pfarrerin Susanne Nickel: „Weil wir auf Gott hin geschaffen sind!“. Damit ist eine universelle Verbundenheit zu Gott in einer immer zunehmenden Zeit von Tod und Verderben gezeichneten Welt gemeint. Die Abschiedsworte von Pfarrerin Susanne Nickel in ihrer Predigt machen Mut, Gottes Nähe immer wieder neu zu suchen und Gott grundlegend zu vertrauen!

Susanne Nickel selbst ist immer „guten Mutes“ gewesen und hat ihre Aufgaben, die mit einer ¾-Stelle dotierte wurde, jederzeit, so Pfarrer Uwe Riese „über diese 75 % hinaus“ gestaltet. Ihr „glühender Wunsch“ ist es, dass sie auch in der neuen Gemeinde so herzlich angenommen werde, wie dies in Gronau geschehen ist. Davon gab der anschließende Empfang im WTH deutliche Kunde. So riss denn auch die Reihe der Danksagungen für ihren Dienst hier in Gronau und der Glück- und Segenswünsche zur neuen Aufgabe nicht ab.

Vertreter/-innen des Wittekindshofes, des Presbyteriums, des Glaubens-gesprächskreises, der Lektoren, der Kindertagesstätte "Arche Noah", der Gruppe "Meditativer Tanz", der Frauenhilfe, der katholischen Schwestergemeinde "St. Antonius" sowie der Mitarbeiter der Oase verabschiedeten sich mit lieben, dankbaren Worten. Mit dem Geschenk einer Klangschale würdigte Pfarrer Riese die geleistete Arbeit von Susanne Nickel und sprach im Namen des Pfarrteams und des Presbyteriums seine Wertschätzung aus: "Es ist schön, dass du da warst; es ist schade, dass du gehst . . .!".

Überglücklich antwortete Pfarrerin Susanne Nickel allen Glückwünschenden: „Ich habe mich in Gronau wohl gefühlt!“

                                                                                                                             Burkhard Funk

                                                                                                            Palmsonntag, 20. März 2016

Wechsel in der Gemeindeleitung unserer Kirchengemeinde - Gemeindeversammlung

Eine Aufgabe des Presbyteriums ist es z.B. die weiteren Schritte bzgl. unserer Stadtkirchenrenovierung zu begleiten und wichtige Entscheidungen zu treffen

Alle 4 Jahre wird in der Regel ein neues Presbyterium gewählt. So auch in unserer Gemeinde, auch wenn "nicht wirklich" gewählt wird, d.h. per Stimmabgabe an einer Wahlurne. Und doch: Die Gemeinde selbst hat alle Kandidatinnen und Kandidaten für das Presbyterium ab dem 6. März 2016 vorgeschlagen: 12 Vorschläge für 12 Sitze, so dass alle Vorgeschlagenen automatisch als gewählt gelten. 

Diese 12 Presbyterinnen und Presbyter, 8 "alte" und 4 neue, werden in einem feierlichen Gottesdienst am 6. März 2016, um 9.30 Uhr, in der Ev. Stadtkirche eingeführt werden. Drei Presbyter/innen werden verabschiedet werden. Es ist eine gute Gelegenheit für alle Gemeindeglieder, das neue Presbyterium kennenzulernen. Herzlich willkommen.

Zugleich wird in diesem Gottesdienst auch die Visitation unserer Gemeinde eröffnet. Herr Superintendent Joachim Anicker wird anwesend sein und ein Grußwort an die Gemeinde sprechen. In einer anschließenden Gemeindeversammlung mit Kaffeetrinken (Kirchcafé), Beginn etwa um 11.00 Uhr im Walter-Thiemann-Haus, wird Herr Anicker den Sinn und Zweck einer Visitation vorstellen, die in unserer Gemeinde in diesem Jahr stattfinden wird. Pfarrer Riese stellt als Presbyteriumsvorsitzender eigene Themenschwerpunkte unserer Gemeinde vor. Anschließend gibt es Gelegenheiten zu Rückfragen und Gesprächen. Herzliche Einladung auch dazu.

Unsere Gemeinde wird visitiert vom 6. März bis zum 10. März 2016. Der Ablauf findet sich hier!