Alte Kleuker-Orgel der Stadtkirche komplett abgerissen

Viele starke Frauen und Männer der Evangelischen Kirchengemeinde Gronau, zugleich auch engagiert in den musikalischen Gruppen, im Orgelbauverein und in der Gemeindeleitung: v. l. Ute Butke, Manfred Meyer, Ulrich Pintert, Kantor Dr. Tamás Sz?cs, Anja Rodemann mit Kindern, Thomas Steffan, Jürgen Ohmann, Michael Rodemann und Ulf Butke

Nachdem im letzen Sommer die noch brauchbaren Innereien der alten Kleucker-Orgel nach Italien verkauft und vom Käufer ausgebaut worden waren, stand bis vor kurzem auf der Empore der Stadtkirche das leere Holzgehäuse und das tragende Stahlgerüst als unschöne Erinnerung. Nach einigen Tagen Arbeitseinsatz ist am vergangenen Samstag die Empore und die Kirche nun auch von diesen letzten Resten des alten Instrumentes endgültig befreit worden.

In Koordination von Vorsitzendem des Orgelbauvereines und Kantors Dr. Tamás Sz?cs haben sich an den Arbeiten neben den ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden der Evangelischen Kirchengemeinde verschiedene Firmen aus Gronau und Epe beteiligt: Die Gerüste und die technischen Hilfsmittel wurden von der Fa. Portheine und Dachtechnik Ralf Rövekamp gestellt, die Schreinerei Stefan Rövekamp hat die komplette Demontage durchgeführt, die Fa. Stenau hat die Entsorgung übernommen und die Reinigung der Kirche hat die langjährige Mitarbeiterin Doris Schneider mit Hilfe der Beschäftigungsge-sellschaft Chance erledigt; Zur Kräftigung der Ehrenamtlichen hat die Bäckerei Hesselink eine Suppe gestellt.

Die Abbauarbeiten in 10 Meter Höhe waren auch für die Handwerker eine besondere Herausforderung, alle Arbeiten sind mit der Beachtung der erforderlichen Schutzmaßnahmen und bei entsprechender Sorgfalt für Kirchenmauer und Inneneinrichtung ausgeführt worden. In einer Aktion am vergangenen Samstag haben dann Ehrenamtliche die abgebauten und zersägten Teile von der Empore nach unten befördert und aus der Kirche getragen. Kantor Dr. Sz?cs ist für diesen Einsatz sehr dankbar, denn durch das ehrenamtliche Engagement konnten auch an dieser Stelle erhebliche Kosten eingespart werden, die die Gesamtkosten des Orgelprojektes etwas senken.

„Der Ausbau der Verankerungen des alten Instrumentes hat Wundmale an der Westwand hinterlassen, die das Fehlen einer Orgel umso mehr verdeutlichen” sagt Presbyter Jürgen Ohmann, der bei den Entsorgungsarbeiten ebenfalls mit angepackt hat. Die freigelegte Westwand und die Empore können nun nach über 50 Jahren gestrichen und saniert werden, bevor ein neues Instrument hingestellt werden kann.

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Eper Konfirmanden besuchen Moschee

"Wird das nicht ganz schön eng?", so wunderten sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden aus dem Süden der evangelischen Kirchengemeinde Gronau. Der durch das Teppischmuster vorgegebene Platz zum Beten bietet jedem Beter nur ca. 40-50 cm Breite. "Das ist beabsichtigt!" erklärt der Imam der türkisch-muslimischen Gemeinde. "Die Schultern sollen sich berühren und so spürbar werden lassen, dass man eine Gemeinschaft ist! Nichts Böses soll zwischen den Betenden Platz haben!" Diese und ähnliche Fragen konnten bei einem Besuch der Konfirmanden gestellt und auch beantwortet werden. "Einander kennen lernen und verstehen, wie Muslime beten und glauben", so fasst Pfarrer Marcus Tyburski das Ziel des Besuches zusammen. "Und bei allem: sich begegnen!" Die Gastfreundschaft der muslimischen Gemeinde ist groß. Und so bekommen am Ende alle Jugendlichen noch einen Schokoriegel und ein Getränk mit auf den Heimweg. So werden auch die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen enger.

Tag des Friedhofes

Zum Tag des Friedhofes hatte die Evangelische Kirchengemeinde Gronau den Sonntag, den 21. September 2015 erklärt, zu dem zahlreiche Gemeindemitglieder sich in der Friedhofskapelle versammelten. Friedhofskirchmeister Gerd Bömsch hieß alle Anwesenden herzlich willkommen. Zum zweiten Mal nach 2013 wurde das Augenmerk auf die Friedhofsgestaltung geworfen. Der Friedhof müsse in das Leben der Gemeinde einfließen, um allen näher zu kommen. Musikalisch wurde der Festgottesdienst durch den Ev. Posaunenchor von 1886 unter der Leitung von Hans Hübler begleitet.

Pfarrerin Claudia de Wilde ließ während ihrer Predigt das mächtige Wort der Choräle aus der Zeit von Paul Gerhardt lebendig werden. (Eine Zeit, in der der Dreißigjährige Krieg wütete und das ganze deutsche Land zu einer Wüstenei werden ließ. Von den ehemals 20 Millionen Einwohner waren am Ende nur noch 1/5 am Leben. Weite Landstriche waren verödet. Der Tod hielt reichlich Ernte. Die Folgen dieser Verwüstung zeigen sich noch heute in einigen abgelegenen Landstrichen. Ganze Dörfer und Städte verschwanden von der Bildfläche. - Anmerkung des Verfassers). Dennoch war der Glaube ungebrochen. In ihren Chorälen zeichneten die damaligen Zeitgenossen ein Bild ihres unerschütterlichen Gottvertrauens. Der Choral nach Psalm 118 „Danket, danket. Jauchzt volle Chöre (niederländisch: „Laat jienders Herren goedheid prijzen...) spannte den Bogen vom Anfang der Predigt bis zu ihrem Ende und erinnert eindeutig an die Inschrift über den Chorfenster: Jesus Christus, heute und derselbe auch in Ewigkeit!

Ein weiterer Choral war das Hallelujah aus dem Englischen „Seek the first the lengdom of the Lord“. Ein polnisches Friedenslied „Unfriede herrscht auf Erden, Kriege und Streit bei den Völkern. Unterdrückung und Fesseln zwingen so viele zum Schweigen. - Friede soll mit Euch sein, Friede für alle Zeit...“schloss sich an.

Die gleiche Zuversicht geht vom Psalm 37,5 aus, den Paul Gerhardt mit der Aufforderung „Befiehl dem Herren Deine Wege. Er wird’s wohl machen“ aus dem Jahre 1653. Claudia de Wilde: „Gott trägt uns, er lässt uns nicht alleine! Sage Deinen Sorgen gute Nacht!“  Diese Gewissheit konnte die engagierte Pfarrerin auf die Gemeinde übertragen. Ausgangspunkt ihrer Predigt war die Lesung aus dem 12. Kapitel der Apostelgeschichte. Petrus in Fesseln gelegt und ins tiefste Gemach eines Gefängnisses geworfen. Herodes wollte seinen Tod zu einem grausigen Schauspiel stilisiert. Doch Herodes verkannte die Allmacht des Gebetes. Gottes Ohr richtete sich auf das jüdische Volk, das den Herrn um Hilfe bat. Und es wurde erhört. So geschah die wundersame und märchenhaft wirkende Befreiung Petri's durch den Engel des Herrn. Seine Ketten fielen wie Blätter herab und das Gefängnistor öffnete sich von selbst. Der Engel verschwand, als Petrus wieder sicher bei den Seinen war. Im Resultat: Psalm 146: „Lobe den Herrn meine Seele. Der Herr macht die Gefangenen frei.

Die heutige Katastrophe reiht sich nahtlos an vergangene Schrecknisse an. Aber damals wie heute gab es auch Lichtblicke: eine überwältigende Hilfsbereitschaft die Gott in die Seelen der „freien Menschen“ wachsen lässt. Schiller: „Der Mensch ist frei und wär' er in Ketten geboren“! Claudia de Wilde: „Gott ermöglicht neue Anfänge. Erkenne das Du ein Segen bist. In diesem Sinne gestaltete sich der Abschlusssegen „Der Herr segne Dich“ wie eine Prämisse zum Handeln im Guten. Damals wie heute ein Wappen von internationaler Verbundenheit.

 

                                                                                  Burkhard Funk

„Die Schäfchen im Trockenen“

Nikolaus Schneider, Präses i.R. Foto: Sandra Sein / evangelisch.de / ekir.de

Nikolaus Schneider, Präses i.R. Foto: Sandra Sein / evangelisch.de / ekir.de

Vortragsreihe mit Prominenten zum Thema „Freiheit und Verantwortung“ begleitet in Gronau die Sanierung der Stadtkirche – Nikolaus Schneider, Präses i.R. eröffnet.

„Freiheit und Verantwortung“ sind für Nikolaus Schneider zentrale Begriffe des christlichen Glaubens: Verantwortung den Mitmenschen gegenüber, Freiheit dank Gottes Zusage an uns. Nicht erst seit seinem Rücktritt vom Amt des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wegen einer Krebserkrankung seiner Ehefrau im Herbst 2014 bewegen den Theologen diese Begrifflichkeiten. Über das Verhältnis von „Freiheit und Verantwortung“ spricht der gebürtige Duisburger am Montag, 9. November, um 19.30 Uhr, in der Stadtkirche. Damit eröffnet der ehemalige Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland eine fünfteilige Vortragsreihe rund um die reformatorischen Kernbegriffe „Freiheit und Verantwortung“. Die Reihe in der Stadtkirche ist Teil eines Sanierungsprojektes des 1897 eingeweihten Kirchenbaus.

 

„In den kommenden beiden Jahren dominieren Baugerüste und Gewerke, Klinker und Mörtel das Bild der Evangelischen Stadtkirche“, meint Kirchenrat Rolf Krebs. „Die Kirchengemeinde möchte daher mit einer Vortragsreihe ganz bewusst die Inhalte und Botschaften betonen, die von dem neugotischen Bau ausgehen“, so der einstige Pfarrer unserer Gemeinde weiter. Fünf prominente Rednerinnen und Redner beleuchten in den kommenden zwölf Monaten die reformatorische Kernbotschaft von Freiheit und Verantwortung. „Von der Kirche über die Politik bis zu Sport und Wirtschaft lassen wir unterschiedliche, prominente Gäste zu Wort kommen“, erklärt Pfarrer Uwe Riese.

Vortragsabend an einem besonderen Ort und einem geschichtsträchtigen Datum

Mit Nikolaus Schneider eröffnet der einstige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland die Reihe. Nach dem Tod seiner jüngsten Tochter Meike 2005 und dem Rücktritt vom höchsten repräsentativen Amt der Evangelischen Kirche in Deutschland wegen der Krebserkrankung seiner Frau Anne berichtet der 68-Jährige von einem sehr persönlichen Blick auf Freiheit und Verantwortung. Musikalisch begleiten Kreiskantor Dr. Tamás Sz?cs am Klavier sowie Karl Sousa an der Violine den Vortragsabend. Der Eintritt ist frei. Zugleich bildet der Abend in der Stadtkirche am historischen Datum des 9. November einen Programmpunkt der Gronauer „Woche der Erinnerung“.

In der Gronauer Innenstadt steht die unsere Kirchengemeinde vor einer großen Herausforderung: Für rund 1,06 Millionen Euro werden in den kommenden zwei Jahren die Dachkonstruktion sowie die Außenwände der neugotischen Stadtkirche in Stand gesetzt. Die Kosten sind bis heute nur zum Teil gedeckt, so Pfarrer Riese. „Als Gemeinde steuern wir 500.000 Euro aus Eigenmitteln bei. Das sind knapp 50 Prozent, ohne dass diese Summe ausreicht“, so der Gemeindepfarrer. Weitere 150.000 stammen aus Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Der Evangelische Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken schießt 200.000 Euro dazu. 25.000 Euro steuert die Sparkasse Westmünsterland bei. Die fehlenden Gelder, gegenwärtig rund 200.000 Euro, verspricht sich die Kirchengemeinde aus Spendenprojekten.

„Unsere Stadtkirche ist dieses Engagement allemal wert“, meint Riese. So sei das Gotteshaus Nachfolgerin ihrer „Großmutter“, der sogenannten alten Schlosskapelle, in der ab 1544 die ersten evangelischen Gottesdienste in Gronau stattfanden. „Bis heute bildet die Kirche im Stadtbild einen besonderen Leuchtturm, der Raum bietet für Gottesdienste, Hochzeiten und Bestattungen bis hin zu hochklassigen kirchenmusikalischen Konzerten“, so Riese weiter. Mit Kirchenrat Rolf Krebs, Pfarrer Riese, Gronaus Bürgermeisterin Sonja Jürgens, Wilfried Hammans von der Sparkasse Westmünsterland sowie Elmar Hoff, langjähriger Geschäftsführer des Gronauer Kulturbüros, hat sich unter dem Titel „Kreativteam Stadtkirche“ bereits eine Arbeitsgruppe gebildet. Gemeinsam planen die Mitglieder Aktionen und Kampagnen, um eine der größten evangelischen Kirchen im westlichen Münsterland im Stadtbild Gronaus zu erhalten. „Und wir freuen uns, dass Nikolaus Schneider unsere Projekte und Aktionen mitträgt“, so Krebs.

Fair Trade - Fairer Handel auch in Gronau

Foto: Burkhard Funk

Unter dem Motto „Fairer Handel schafft Transparenz“ wird auf das Problem der mangelnden Transparenz in konventionellen Wertschöpfungsketten aufmerksam gemacht und stellt daher den Fairen Handel als Alternativmodell dar. Transparenz ist einer der Grundprinzipien des Fairen Handels. Ein transparenter Umgang zwischen allen Akteuren ist die Basis einer vertrauensvollen Partnerschaft. Ganz anders ist es meistens im konventionellen Handel. Die Folgen sind oftmals Ausbeutung von Mensch und Natur, ohne dass die verantwortlichen Unternehmen dafür haftbar gemacht werden können.

 

Am kommenden Sonntag bieten Konfirmanden wieder nach dem Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche ab 10.30 Uhr unter der Leitung von Presbyterin Michelle Oing im Walter-Thiemann-Haus Waren aus dem „Fair Trade Handel“ an. Es sind Produkte, die nicht im freien Verkauf der Supermärkte zu finden sind. Der Erlös soll den Entwicklungsländern zugute kommen, die sich der übermächtigen Konkurrenz der Konzerne stellen wollen.

Konfirmanden besuchen die Synagoge in Haaksbergen

„Was gehört zu einer Synagoge?“ möchte Leonie wissen. Nur eine der Fragen, die Bert Oude-Engbrink in der kleinen Syngoge in Haaksbergen gern beantwortet. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Epe haben sich am Sonntag nach dem Gottesdienst mit den Fahrrädern auf den Weg nach Haaksbergen gemacht. Hier gibt es eine kleine, aber sehr sehenswerte Synagoge, die eine liberale jüdische Gemeinde beheimatet. „Das Besondere bei uns ist, das Frauen und Männer das gleiche dürfen“ erklärt Oude-Engbrink, der als Gemeindeleiter aktiv ist und die Gruppe aus Epe gastfreundlich empfangen hat. Die Konfirmanden hören interessiert zu. Und natürlich auch, als er die wesentlichen Merkmale einer Synagoge aufzählt: den Schrank mit den Schrift-Rollen, den Thora-Rollen, das Lesepult, von dem aus vorgelesen wird und der besondere Platz für den Vorbeter, der den Gottesdienst leitet. Somit ist Leonies Frage neben vielen anderen fachkundig beantwortet und die Konfirmanden haben einen lebendigen Eindruck des Judentums gewonnen.

Wieder einmal in Gronau - Männerfrühstück

Am Samstag, 12. September 2015, 10.00 bis 13.00 Uhr, kamen etwa 45 Männer ins Walter-Thiemann-Haus, um  - nach der Begrüßung durch Pfarrer Uwe Riese und der Andacht durch Pfarrer Klaus Noack -  gemeinsam zu frühstücken, sich dabei nett zu unterhalten und anschließend sich einem interessanten Thema zu stellen.

Das Thema war dieses Mal etwas ganz besonders, weil ganz anders als sonst: "Meine Lebensmelodie: Erinnern, hören, singen!". Und genau so, wie es heißt, wurde es auch gemacht: Es wurde viel und gerne sowie auch schön gesungen - mit Kantor Dr. Tamás Szöcs, der mit ansteckender Sangeslust die anwesenden Männer sowohl stimmlich als auch mit dem Klavier gekonnt begleitete. Lieder ganz unterschiedlicher Couleur wurden gemeinsam gesungen: Einerseits Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch, aber auch deutsche Volkslieder und große nationale wie auch internationale Hits. Mit dabei waren z.B. "Wer nur den lieben Gott lässt walten" (EG 369), "Stern, auf den ich schaue" (EG 407), "Hoch auf dem gelben Wagen", Ännchen von Thalau", "La Paloma", "Mit 66 Jahren", "Let it be" und "Yesterday" . . .

Das Vorbereitungsteam mit Uwe Hartmeier, Pfarrer Klaus Noack und Pfarrer Uwe Riese, mit Günther Stenvers (CVJM) und Bernhard Vorrink sowie Konrad Tenfelde (beide EKMD), mit Peter Ehlich, Reinhold Müller, Rainer Sobottka und Albrecht Zanke hat auch dieses Männerfrühstück gemeinsam geplant und organisiert und war sichtlich zufrieden: Ein schöner gemeinsamer Vormittag für alle - hörbar durch das fröhliche, begeisterte Mitsingen! Dank auch an die beiden Damen Doris Schneider und Ursel Beyer, die das leckere und reichhaltige Frühstück vorbereitet haben. Dank ebenso an den "Referenten" Dr. Tamás Szöcs, der mit seiner außergewöhnlichen musikalischen Begabung mehr war als nur ein guter Referent.

Das nächste Mal dann in der Ev. Kirchengemeinde Ahaus, im Dorothee-Sölle-Haus, am Samstag, 19. März 2016, 10.00 bis 13.00 Uhr. Es lohnt sich! Herzliche Einladung!  - Das Thema dann: "Männer - wunderbar gemacht!? Jung und stark, alt und ...".

(Pfarrer Uwe Riese)

Zwar erst noch am Anfang, aber es geht gut voran!

Seit Freitag, 4. September 2015, läuft die praktische Phase der handwerklichen Arbeiten an der Ev. Stadtkirche zur Fortsetzung der Teilerneuerung maroder Fugen und Klinkersteine sowie zur Fortsetzung der Dacherneuerung. Am Dach selbst wird zwar noch nicht gearbeitet, das folgt in Kürze. Aber seit geraumer Zeit, nach Abschluss des Gerüstaufbaus, arbeitet die Firma Bosche an der Südfassade der Kirche und fräst defekte Fugen heraus und demontiert defekte Klinkersteine . . .

Im Ganzen geht es gut voran! Endlich, möchte man sagen, denn eine gute vorbereitende Planungsphase ist immer intensiv genug und hat die Projektgruppe um Pfarrer Uwe Riese zwischendurch immer wieder gut beschäftigt. Mit Hilfe der Abteilung "Bau und Liegenschaften" des Kreiskirchenamtes unseres Ev. Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken, Herrn Thorsten Haltern, sowie mit Hilfe der begleitenden Firma "Schriek und Rohrberg", Herrn  Dipl.-Ing. G. Rohrberg, konnte im Vorfeld alles gut geplant werden - auch in Absprache mit dem Baureferat des Landeskirchenamts in Bielefeld und mit den Denkmalschutzbehörden hier vor Ort und in Münster.

Inzwischen sind 5,5 Wochen gearbeitet worden. Anlass genug für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und für West-Lotto, mal vor Ort vorbeizuschauen und zu sehen, was sich an der Ev. Stadtkirche tut. Denn die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, vertreten durch Frau Dipl.-Ing. Sigrid Karliczek vom Ortskuratorium Münster, fördert diese Bauphase mit 150.000,- €, und das ist für ein einzelnes Projekt ungewöhnlich viel. Mit dabei war Herr Bodo Kemper von West-Lotto, die seit vielen Jahren jährlich mehrere Millionenbeträge aus West-Lotto und Glücksspirale der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zur Verfügung stellt, damit erhaltenswerte Gebäude, u.a. auch unsere Ev. Stadtkirche, erhalten bleibt. Wichtig dabei ist, dass die geförderten Gebäude wirklich genutzt werden und somit einen Stellenwert im Leben der Menschen haben. Das ist bei der Stadtkirche in vielfältiger Hinsicht der Fall . . .

Pfarrer Riese und Presbyter Gerd Ludewig, zugleich Bezirksausschussvorsitzender, zeigten im Namen des Presbyteriums der Ev. Kirchengemeinde Gronau ihre große Dankbarkeit gegenüber dem hohen Förderbetrag von 150.000,- € und erfreuten sich an der deutlichen Wertschätzung, die die Ev. Stadtkirche damit auch außerhalb von Gronau erfährt. Bei dem Treffen vor Ort am Montag, 12. Oktober 2015, fiel den Besuchern Sigrid Karliczek und Bodo Kemper auch das Walter-Thiemann-Haus auf, das sie in seinem modernen Stil als innovativ und gelungen lobten.

(Pfarrer Uwe Riese, Presbyter Hans Jastrow)

Die Evangelische Stadtkirche wird eingerüstet

Am Freitag, 4. September 2015, begann ein Gerüstbauer damit, unsere Ev. Stadtkirche einzurüsten. Die gesamte Südseite der Kirche erhält im Laufe des September ein Baugerüst bis zur Dachkante, damit im Herbst 2015 die Fuge und das Dach an dieser Seite erneuert werden können.

Eine unverzichtbare Notwendigkeit! Denn nach über 60 Jahren ist das Material der Fuge und des Schieferdaches naturgemäß verschlissen. Es ist undicht geworden und  muss erneuert werden. Nur so kann eine der größten und schönsten evangelischen Kirchen des westlichen Münsterlandes erhalten werden.

Nach der Turmsanierung im vergangenen Jahrzehnt (Bauabschnitt 1) folgt nun der größere Rest: Die Südseite von Sept. 2015 bis etwa April 2016 (Bauabschnitt 2), anschließend, d.h. voraussichtlich im Sommer 2016, die Nordseite (Bauabschnitt 3) und danach abschließend im Herbst 2016 oder Frühjahr 2017 die Ostseite (Bauabschnitt 4).

Auf ungefähr 1,06 Mio. € an Kosten sind die Bauabschnitte 2 bis 4 fachmännisch geschätzt. Mit 500.000,- € Eigenkapital, knapp 50 %, beteiligt sich unsere Ev. Kirchengemein-de Gronau als Eigentümerin der Stadtkirche, mit 200.000,- € unser Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken, mit 150.000,- € die Dt. Stiftung Denkmalschutz und mit 25.000,- € unsere Sparkasse Gronau hier vor Ort. Weitere Förderanträge sind gestellt und noch in der Bearbeitung. Zusätzlich arbeitet eine 5-köpfige Arbeitsgruppe namens "Stadtkirche kreativ" daran, die noch fehlenden Gelder für den letzten Bauabschnitt durch größere, attraktive Fundraising-Projekte zur Verfügung stellen zu können.   -   Wir sind ganz zuversichtlich, sonst würden wir nicht jetzt starten! Mutig, nicht waghalsig, aber wohlüberlegt und entschlossen geht es ans Werk!

Wer mag, darf gerne eines unserer Konten als Spendenkonto nutzen - bitte unter Zweckangabe "Baumaßnahme Ev. Stadtkirche":

DE 65 4015 4006 0000 0005 05 bei der Sparkasse Gronau
oder DE 70 4016 4024 0100 4003 00 bei der Volksbank Gronau-Ahaus eG.

Spendenbescheinigungen verstehen sich von selbst!

 (Pfarrer Uwe Riese, Presbyter Hans Jastrow)

Es geht los: Vorbesprechung zum Start der Baumaßnahme an der Ev. Stadtkirche

Im Namen der Ev. Kirchengemeinde Gronau hatte Dipl.-Ing. G. Rohrberg aus Lippstadt für Mittwoch, 26. August 2015, zur Ev. Stadtkirche eingeladen: Es kamen Pfarrer Uwe Riese, Presbyter und Baukirchmeister Alfons Oberrecht, Presbyter Hans Jastrow, Herr Thorsten Haltern aus dem Kreiskirchenamt (Abteilung: Bau & Liegenschaften), die Herren D. Beck (Fachdienst Tiefbau, Verkehr, Stadtgrün), J. Krafzik (Fachdienst Stadtplanung), H. Liedmeyer (Fachdienst Bauordnung & Baurechtsangelegenheiten) als Vertreter der Stadt Gronau sowie ein Vertreter des örtlichen Ordnungsamtes, Herr W. Klemm, und die Vertreter der Firmen "Gerüstbau", "Mauerwerk" und "Dacheindeckung", d.h. die Herren Sanders, Hille und Prange.

Gemeinsam wurde in knapp 100 Minuten die Einrichtung der Baustelle an der Südseite der Ev. Stadtkirche konkret durchgesprochen, ebenso der Ablauf der Baumaßnahme und deren Beginn mit der Aufstellung des Gerüsts am Dienstag, 1. September 2015. Bei normalen winterlichen Witterungsbedingungen wird diese Phase der  Baumaßnahme an der Südseite der Kirche bis etwa Ende April 2016 dauern.

Auf dem Programm stehen:
Sanierung der Fugen an den Gebäudewänden
und Erneuerung des Kirchendachs,

und zwar zunächst an der Südseite der Kirche (Bauabschnitt 2) und anschließend sowohl an der Nordseite (Bauabschnitt 3, ca. Sommer 2016) als auch an der Ostseite (Bauabschnitt 4, Herbst 2016 oder Frühjahr 2017).

Eine Notwendigkeit, die gemacht werden muss, weil der "Zahn der Zeit" auch an Kirchen nagt und vornehmlich durch witterungsbedingte Gegebenheiten Gebäudebestandteile altern lässt - bis hin zur Unbrauchbarkeit. Dies gilt beispielsweise für die Verfugung des Klinkers und für das Schieferdach.

Beides ist nun zu tun, nachdem beides bereits vor einigen Jahren am Kirchturm (Bauabschnitt 1) durchgeführt wurde. Auf diese Weise wird die Ev. Stadtkirche als Bau- und Kulturdenkmal, als Leuchtturm des christlichen Glaubens erhalten - nicht allein für die Ev. Kirchengemeinde Gronau, sondern auch für die gesamte Stadt Gronau.

Kostenpunkt: Ca. 471.000,- € allein für den nächsten Bauabschnitt (Bauabschnitt 2),
Kosten für die Bauabschnitte 2 bis 4: Etwa 1,06 Mio. €,
Kosten insgesamt, d.h. für alle 4 Baumaßnahmen: Ungefähr 1,65 Mio. €.

An dieser Stelle danken wir sehr herzlich unserem Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken für eine Unterstützung von 200.000,- € (allein für den Bauabschnitt 2 bis 4), der Dt. Stiftung Denkmal-schutz für Fördermittel in Höhe von 150.000,- € und unserer hiesigen Sparkasse Gronau für eine Spende von 25.000,- €. Zu diesen erfreulichen 375.000,- € kommen 500.000,- € an Eigenmitteln der Ev. Kirchengemeinde Gronau. Ungefähr 200.000,- € sind noch aufzubringen, und zwar mit Hilfe  von größeren Fundraisingprojekten der besonderen Art, die noch von sich Rede machen werden.

Auch kleinere Spenden sind uns herzlichst willkommen - zum Erhalt der schönen Ev. Stadtkirche Gronau! Bitte mit Angabe des Spendenzwecks: Baumaßnahme Stadtkirche! 

Spendenkonten:
DE 65 4015 4006 0000 0005 05 bei der Sparkasse Gronau
DE 70 4016 4024 0100 4003 00 bei der Volksbank Gronau-Ahaus eG

 (Pfarrer Uwe Riese, Presbyter Hans Jastrow)

Gottesdienst zum Schulwechsel

Gottes Segen für die neuen Schüler/-innen in den 5. Klassen des Werner-von-Siemens-Gymnasiums Gronau.

Am 14. August 2015, an einem Freitag kurz nach den Sommerferien, war es wieder so weit: In guter, langer Tradition wurde ein ökumenischer Begrüßungsgottesdienst für die neuen Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen des Werner-von-Siemens-Gymnasiums in der Ev. Stadtkirche gefeiert.

Wie jedes Jahr wurde der Gottesdienst gemeinsam mit freiwilligen, engagierten Schüleri-nnen und Schülern des Abiturjahrgangs vorbereitet - schon kurz vor und weiterführend oft auch in den Sommerferien: Immer kann sich das Ergebnis sehen lassen! Gute, durchdachte Gottesdienste - lebensnah an der Situation der neuen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten. Auch musikalisch werden sie von musizierenden Schülerinnen und Schülern mitgestaltet.

Die Gottesdienste nehmen die Fragen und Anfragen, das Unbehagen und die etwaige Unsicherheit, ggf. auch Sorge angesichts des Neuen auf: Neue Mitschüler/-innen, neues Schulgebäude, neue Lehrer/-innen, z.T. neue Unterrichtsfächer . . . In den Gottesdiensten wird den Schülerinnen und Schülern Mut zugesprochen und Hoffnung geschenkt, vor allem Gottes Segen zugesagt. Immer auf kreative Art und Weise: In diesem Jahr z.B. mit einem Anspiel zum Thema "Aufbruch ins neue Leben!", anhand von Abraham (1. Mose 12) und am Beispiel einer heute lebenden Familie. Im letzten Jahr 2014 mit Hilfe eines selbst gedrehten Kurzfilms zum Thema "Auf die Reise gehen und Hilfe erfahren!". Vor wenigen Jahren waren große, aussagekräftige Symbole phantasievoll eingesetzt und ausgelegt worden: Ein Schiff mit seiner Crew! Ein Fahrrad mit seinen technischen Bauteilen, die ein sinnvolles Ganzes ergeben!

Sicherlich schöne erste Schultage in der neuen Schule, im Werner-von-Siemens-Gymnasium. Einerseits mit Gottesdienst, andererseits mit Tagen des Einlebens in der Schule. Zeit, am neuen Ort anzukommen und mit ihm vertraut zu werden, mit der Zeit heimisch zu werden. Schön, dass es das gibt! Schön, dass in diesem Rahmen ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert wird! Dank an alle Mitwirkenden, Dank an Schulleiter Helmut Seifen, Dank an alle Reli-Lehrer/-innen sowie an Pastoralreferentin Christiane Hölscher und Pfarrer Uwe Riese.

 

 

Geocaching mit der Bibel – Konfirmandenfreizeit am Alfsee

Die 31 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Epe brauchten am vergangenen Wochenende einen guten Spürsinn. Denn sie mussten im Verlauf der Konfirmandenfreizeit verschiedene „Caches“ (geheime Verstecke) suchen. In kleinen Behältern waren biblische Geschichten versteckt, die ihnen bei der Suche nach ihrem verschwundenen Freund Simon halfen, ihm auf die Spur zu kommen. Mit Hilfe der GPS-Geräte wurden die Verstecke aber schnell geortet und gefunden.

 Auch sonst stand vieles im Zeichen gemeinsamer Spiele. „Beim Spielen lernt man sich sehr schnell, aber auch sehr gut kennen!“, zeigt sich Pfarrer Marcus Tyburski überzeugt. Steht doch die Freizeit am Beginn der ca. einjährigen Konfirmandenzeit und dient dem gegenseitigen Kennenlernen. Egal ob „Banane“, „Parlament“ oder „007“, ausgefallene Namen hinter denen sich Gruppenspiele verbergen, die Jungendlichen waren mit viel Eifer und Einsatz dabei. „Die 9 Teamer haben die Jugendlichen wunderbar begleitet, die Spiele vorbereitet und angeleitet“ freut sich Tyburski. „Ein starkes Team!“

Die Jugendherberge am Alfsee bot gute Bedingungen, auch für die kreative Seite. „Die selbst gestalteten Konfirmandenkerzen sind wirklich schön geworden!“ staunen die Mitarbeiterinnen Jule und Wiebke. Sie werden jetzt in der evangelischen Kirche in Epe aufgestellt und angezündet, wenn die Konfirmanden zur Kirche kommen.

„Und der selbst entwickelte Gottesdienst war wirklich eine gemeinsame Feier“, fasst Heike den Sonntagmorgen zusammen. Hatten die Konfirmandinnen und Konfirmanden doch in Kleingruppen alle Teile des Gottesdienstes vorbereitet: etwa das Glaubensbekenntnis mit Hilfe von Hashtags gestaltet oder eine biblische Geschichte in die Gegenwart übertragen. Auch hier zeigten die Konfirmanden ihren guten Spürsinn, fanden ihr eigenes Verständnis der Erzählung -  auch ohne GPS-Geräte.

Ökumenischer Gottesdienst Pfingsten 2015

Über 400 evangelische und katholische Gläubige feierten am Pfingstmontag in der katholischen Antonius Kirche Gronau einen ökumenischen Pfingstgottesdienst. Ein ehrenamtliches Vorbereitungsteam evangelischer und katholischer Christinnen und Christen hatten diesen besonderen Gottesdienst vorbereitet, der von Pfarrer Riese und Pfarrer Vehlken zelebriert wurde. Dabei wurde das "teilbare Kreuz" (eine Hälfte befindet sich in der evangelischen Stadtkirche und die andere Hälfte in der Antonius Kirche) wieder zusammengesetzt. Somit wurde eine Tradition fortgesetzt, Pfingstmontag einen ökumenischen Gottesdienst zu feiern. Im nächsten Jahr, Pfingsten 2016 findet der Gottesdienst in der Ev. Stadtkirche statt.

Nikolaus Schneider in der Stadtkirche - "Das Ich an das Wir binden"

Nikolaus Schneider eröffnet eine Vortragsreihe zum Erhalt unserer Stadtkirche – Neubesinnung auf Freiheit in Verantwortung gefordert.

Angesichts der momentanen Flüchtlingsdebatte, der europäischen Finanzkrise sowie inter-nationaler Konflikte in Syrien, im Irak oder der Ukraine ruft der frühere EKD-Ratsvorsitzende Dr. h.c. Nikolaus Schneider dazu auf, den Zusammenhang von Freiheit und Verantwortung neu auszutarieren. Einem wachsenden „kalten Egoismus“ und einer zunehmenden „Selbstbezogenheit“ müssten eine gemeinschaftsfördernde Kultur, geteilte Erinnerungen und ein Mehr an Miteinander entgegengestellt werden, so der Alt-Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland am Montag, 9. November, anlässlich eines Vortrages. In unserer Stadtkirche eröffnete Schneider eine fünfteilige Vortragsreihe über die Begrifflichkeiten von Freiheit und Verantwortung. Die Reihe ist Teil eines Sanierungsprojektes des 1897 einge-weihten Kirchenbaus.

„Nur eine an Verantwortung gebundene Freiheit dient dem Leben“, ruft Nikolaus Schneider den rund 350 Gästen in der neugotischen Kirche. Unter der Überschrift „Freiheit in Verant-wortung“ skizziert der Duisburger Theologe auf Einladung der unserer Kirchengemeinde in seinem rund einstündigen Vortrag seine Vorstellung von einer biblisch begründeten Freiheit. Erst die zahlreichen Bindungen, an die Mitmenschen, an Erinnerungen, Werte und Regeln führten zu einer qualitativen Freiheit. Auf die Frage, aus welcher Quelle die eigenen Bin-dungen erwachsen, antwortet Schneider: „Hier kann ich persönlich von meinem Glauben erzählen. Andere Menschen können womöglich von anderen Quellen berichten“. Der Mensch als Ebenbild Gottes sei keine Insel, meint der Alt-Präses weiter. „Gott lässt uns nicht alleine in unserer Freiheit, er ist mit uns mit seinem Segen“. Die zahlreichen, tragenden Bindungen zeigten sich gegenwertig auch in dem Engagement vieler Menschen für Geflüchtete und Asylsuchende. „Auf diese Unterstützung so vieler Menschen bin ich stolz“, so Schneider.

Zugleich betont der gebürtige Duisburger, der von 2010 bis 2014 dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vorstand, die Bindung an Werte, Normen und Gesetze. So bedürfe eine Willkommenskultur immer auch klare Positionen: „In der Begegnung mit Flüchtlingen können wir die eigenen Werte wieder einüben, für wichtig erachten und schätzen lernen“, argumentiert Schneider. Dazu zählten die demokratische Grundordnung in Gestalt des Grundgesetzes ebenso wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau oder die Religionsfreiheit.

Der Vortrag des Theologen Schneider eröffnete eine fünfteilige Vortragsreihe. Musikalisch begleiteten Kreiskantor Dr. Tamás Sz?cs am Klavier sowie Karl Sousa an der Violine den Abend. Bis zum 9. November 2016 beleuchten prominente Redner aus Politik, Wirt-schaft, Medien und Sport die Begrifflichkeiten von Freiheit und Verantwortung. „In den kommenden beiden Jahren dominieren Baugerüste und Gewerke, Klinker und Mörtel das Bild der Stadtkirche“, meint Kirchenrat Rolf Krebs. „Die Kirchengemeinde möchte daher mit der fünfteiligen Vortragsreihe ganz bewusst die Inhalte und Botschaften betonen, die von dem neugotischen Bau ausgehen“, so der einstige Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Gronau weiter. In der Gronauer Innenstadt stehen wir vor einer großen Herausforderung: Für rund 1,06 Millionen Euro werden in den kommenden zwei Jahren die Dachkonstruktion sowie die Außenwände der neugotischen Stadtkirche in Stand gesetzt. Neben Eigenmitteln (500.000 Euro), Zuschüssen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (150.000 Euro), des Evangelischen Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken (200.000 Euro) sowie der Sparkasse Westmünsterland (25.000 Euro) hoffen wir auf weitere Erlöse aus Spendenprojekten.

Zahlreiche Gäste nutzten in der anschließenden Fragestunde im Walter-Thiemann-Haus die Gelegenheit, mit Nikolaus Schneider ins Gespräch zu kommen.

 

Von Daniel Cord, Öffentlichkeitsreferat, Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken, Foto: Hans J. Jastrow

Männerfrühstück in unserer Region unseres Ev. Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken

Zwei Mal im Jahr, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst, kommen Männer aus der Region Borken 1, d.h. aus den Kirchengemeinden Ahaus, Gronau und Oeding-Stadtlohn-Vreden zusammen, um  - nach einem gemeinsamen, gemütlichen Frühstück -  sich einem wichtigen, das Leben betreffenden Thema zu stellen.

Im Frühjahr treffen sie sich zur Zeit im Ev. Gemeindehaus in Vreden, im Herbst hier bei uns in Gronau, im Walter-Thiemann-Haus. Eine Arbeitsgruppe bereitet die Vormittage inhaltlich vor; zu ihr gehören: Uwe Hartmeier (Verantwortlicher der Ev. Männerarbeit im MS-Land im Institut für Kirche und Gesellschaft), die beiden Pfarrer Klaus Noack (Vreden) und Uwe Riese (Gronau) und ebenso die Herren Bernhard Vorrink (EKMD-Vorsitzender), Günther Stenvers (CVJM Gronau), Konrad Tenfelde (EKMD & CVJM Gronau) sowie die Herren Rainer Sobottka, Reinhold Müller und Reinhold Ehlich. Das Frühstück selbst wird von der jeweiligen gastgebenden Kirchengemeinde vorbreitet; es schmeckt allen sehr lecker . . .

Die Themen sind sehr unterschiedlich: Am Samstag, 7. März 2015, hieß es: "Muss Mann alles tolerieren?  -  Toleranz - Grundlage des Zusammenlebens". Gemäß vertrautem Usus gab es ein Kurzreferat als Input, gehalten von Herrn Dr. Ludger Kotthoff (Dipl. Psychologe), und eine anschließende Gesprächsrunde an den einzelnen Tischen; danach gab es ein zweites Kurzreferat mit entsprechenden Inputs, vorgetragen von Frau Monika Kotthoff (Dipl. Psychologin und Familientherapeutin), woran sich erneut Gespräche an den einzelnen Tischen anschlossen.

Die Tischgespräche ermöglichen allen Teilnehmern, in kleiner Runde eigene Gedanken und Erfahrungen einzubringen und gemeinsam zu reflektieren. Das kann dann zwar sehr persönlich werden, sofern es gewollt ist, aber Mann kann dann etwas Wichtiges für sein Leben mitnehmen. Die Kurzreferate führen in die Thematik ein und ermöglichen durch ihre Inputs ein Einbringen eigener Gedanken und Erfahrungen, eine Auseinandersetzung mit dem Meinungsbild auf Basis von eigenen Erlebnissen . . .

Am Samstag in Vreden, bei dem Thema Toleranz, bedeutete dies u.a.: Toleranz, was ist das eigentlich? Ein Dulden, womöglich mit Bedauern und Schmerz, ggf. sogar ein leidvolles Ertragen und Aushalten? Wo fängt Toleranz in seiner Notwendigkeit an, wo hat sie ihre berechtigten, unabdingbaren Grenzen? Inwieweit bin ich selbst (in-)tolerant, vor allem in welchen Bezügen, gegenüber welchen Mitmenschen? Inwieweit prägen uns Vorurteile und Vorverurteilungen? Wo wird von mir Toleranz erwartet - z.B. in meiner eigenen Familie, am Arbeitsplatz etc.? Wann erwarte ich selbst Toleranz?

Schauen Sie doch einfach mal selbst vorbei. Es lohnt sich. Herzliche Einladung.

Nächstes Männerfrühstück:
Am Samstag, 12. September 2015, 10 - 13 Uhr,
Walter-Thiemann-Haus in Gronau.

 

Studien- und Begegnungsreise nach Israel und Palästina

Zu einer 10 tägigen Studien- und Begegnungsreise nach Israel und Palästina unter der Leitung von Pfarrerin Bettina Roth-Tyburski  machten sich im März 26 Gronauer und Eperaner auf. Während der ganzen Reise wurde den Teilnehmern und Teilnehmerinnen immer wieder der Facettenreichtum und die Faszination, die von diesem Land ausgeht, deutlich. Am See Genezareth verbrachte die Reisegrupe ihre ersten Tage, wo geschichtsträchtige Orte wie die Brotvermehrungskirche, Kapernaum  und der Berg der Seligpreisungen besucht wurden. Bei einer Bootsfahrt auf dem See Genezareth konnte die Weite der Landschaft und die Größe des Sees bestens wahrgenommen werden. Im Norden des Landes standen auch die Stadt Nazareth mit ihrer Verkündigungskirche und der arabischen Altstadt auf dem Programm sowie die Besichtigung der galiläischen Stadt Zippori, die zur Zeit Jesu von großer Bedeutung war. Übernachtet wurde in einem Kibbutzgästehaus. Die Reise führte weiter in die Westbank, wo unter anderem im „Cinema Jenin“, einem Kulturprojekt und Begegnungshaus, Halt gemacht wurde. Weiter ging es nach Nablus zum Jakobsbrunnen und zum Grab von Josef. Übernachtet wurde in Taibeh im Pilgerhaus einer französischen Ordensgemeinschaft. Die Reise ging weiter in den Süden, in die Wüste Negev und den Machtesch Ramon Krater, wo die Reisegruppe das Land von einer ganz anderen Seite kennenlernte. Von der Weite und der Schönheit der Wüstenlandschaft ließen sich die Mitreisenden begeistern, auch das Baden im Toten Meer genossen die Teilnehmer sichtlich. Nach den Erfahrungen in der Wüste ging die Fahrt hinauf auf die Berge Jerusalems. Ein Zwischenstopp wurde in Bethlehem in der Geburtskirche eingelegt, außerdem wurde das Rehabilitationszentrum „Life Gate – Tor zum Leben“ für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in Beit Jala besucht, bereits bekannt durch verschiedene Gemeindefeste in Epe. In Jerusalem konnte die Reisegruppe deutlich den Unterschied zwischen der modernen Neustadt und der orientalischen Altstadt entdecken. Auch hier ging es vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Die „Fair-Travel-Reise“ ermöglicht den Besuchern einen Einblick in die Welt der Israelis als auch in die der Palästinenser mit all ihren Spannungen. Angefüllt von vielen unterschiedlichen Eindrücken und Erlebnissen traf die Reisegruppe wieder in Epe und Gronau ein.

Spannender Konfi-Cup 2015

Foto: Elvira Meisel-Kemper

Am 14. Februar 2015 war es soweit: Anpfiff zum 13. Konfi-Cup für Konfirmandinnen und Konfirmanden unseres Ev. Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken. Erneut hier bei uns in Gronau, in der Sporthalle 1, vorbereitet und durchgeführt von Pfarrer Uwe Riese, Jugendreferent Thomas Flachsland und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem MAK des Walter-Thiemann-Hauses.

Es ging los mit einer Begrüßung und einer jugendgemäßen Andacht zum Thema Fairness. Denn Fairplay ist etwas, was Jesus selbst gutheißen würde. Dann erfolgte der Anpfiff des Turniers, an dem 6 Teams teilnahmen: Je ein Team aus den Kirchengemeinden Ahaus und Billerbeck, drei Teams aus unserer eigenen Kirchengemeinde Gronau sowie ein Mitarbeiterteam, das sportlich sehr überraschte und bis ins Finale kam.

Lange Zeit war das Turnier sehr ausgeglichen. Die mitspielenden Mädchen spielten alle sehr gut mit; einige waren sogar gute Spiel-gestalterinnen. Es wurde offensiv gespielt, und doch fielen im Vergleich zu vorhergehenden Turnieren wenig Tore: In 15 Vorrundenspielen, jeder spielte gegen jeden, waren es nur 28 Tore, durchschnittlich knapp 2 Tore pro Spiel. Dennoch war es sehr spannend, weil alle Teams lange Zeit punkte-mäßig dicht beieinander lagen, bis in den letzten Vorrundenspielen sich die Mannschaft des Walter-Thiemann-Haus durch 3 Siege in Folge deutlich absetzen und das durch 3 Niederlagen in Serie eigentlich schon abgeschlagene Team aus Billerbeck enorm aufholen konnte. Die Billerbecker, neben den Konfirmanden vom Paul-Gerhardt-Heim ein Team ohne Mädchen, kickten erst die Mannschaft aus Epe und danach die Mannschaft vom Paul-Gerhardt-Heim aus dem Turnier und scheiterten am Ende am schlechteren Torverhältnis.

Die Tabelle nach Abschluss der Vorrunde:

1.

Das Team vom Walter-Thiemann-Haus

8-4

11

2.

Das Team der Mitarbeiter/-innen

4-3

6

3.

Das Team vom Paul-Gerhardt-Heim

3-4

6

4.

Das Team aus Billerbeck

5-8

6

5.

Das Team aus Epe

5-3

5

6.

Das Team aus Ahaus

2-5

5

 

Die beiden Erstplatzierten spielten dann im Finale erneut gegeneinander und wiederum gewannen die 5 Konfirmandinnen und 3 Konfirmanden vom Team "Walter-Thiemann-Haus", in dessen Tor Konfirmandin Anna Scharapow die Hälfte aller Spiele ohne Gegentor absolvierte und dessen Topstürmer Steven Alies mit 7 Toren treffsicher Torschützenkönig wurde. Die beiden Spieler gewannen das Endspiel mit 1-0 - zusammen mit ihren Mitspielerinnen und Mitspielern Björn Böing, Chiara Schmitz, Eva Schmidt, Fiona und Franziska Falkenberg sowie Yannik Dapper. Sie alle erbrachten eine willensstarke, homogene Mannschaftsleistung ganz im Sinne der Aufschrift auf ihrem neuen Trikot: Ein Team! Ein Wille! Ein Ziel! Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Titelverteidigung!

Herzlichen Glückwunsch auch an das Team aus Billerbeck, das sich trotz eines schlechten Turnierstarts nicht aufgab und sich mutig herankämpfte. Es wurde zur besten Mannschaft des Turniers gewählt; dieser zweite Pokal ging erneut nach Billerbeck!

Ein großes Dankeschön
an alle ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MAK am Walter-Thiemann-Haus,
an Jugendreferent Thomas Flachsland und an Pfarrer Uwe Riese,
an Hallenwart Hans-Jürgen Busch
und an die Stadt Gronau, die uns die Sporthalle dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat.

Im nächsten Jahr ist wieder ein Konfi-Cup geplant. Aber vorher werden Konfirmandinnen und Konfirmanden aus unserer Gemeinde am 21. März d.J. auf der Ebene unserer Landeskirche gegen die besten Konfi-Teams der Kirchenkreise spielen und dort in Kamen versuchen, Turniersieger zu werden, zumindest gut abzuschneiden. Im Falle des Turniersiegs geht es dann weiter nach Köln: Am 1. Mai d.J. auf der Ebene der EKD (Ev. Kirche Deutschland), wo die besten Konfi-Teams der einzelnen Gliedkirchen antreten werden. Schauen wir mal, wie Franz Beckenbauer früher zu sagen pflegte, und gemäß seiner Mentalität geben wir unser Bestes.

Gronauer Konfirmandinnen und Konfirmanden beim "Konfi-Cup" auf der Ebene der Ev. Kirche von Westfalen

Großer Einsatz, leidenschaftlicher Wille, aber ohne Fortune!

Am Samstag, 21. März 2015,war das Fußballteam der Konfirmandinnen und Konfirmanden in Kamen: Steven Alies, Björn Böing, Tobias Brügger, Lukas Giese, Jann-Eric Mohnke, Anna Scharapow, Irma Schermer, Eva Schmidt, Kevin Winterholler. Sie wurden begleitet von ihrem Trainer Pfarrer Uwe Riese, von Alexia Schermer und Klaus Schmidt.

Das Turnier begann furios für das Gronauer Team: Sofort im ersten Spiel, von der ersten Sekunde an, wurde druckvoll nach vorne gespielt und nach etwa 15 Sekunden traf Stürmer Steven Alies mit Wucht das Lattenkreuz. In der folgenden Minute folgten unmittelbar 2 weitere ganz große Chancen, die der Torwart der gegnerischen Mannschaft aus Vlotho wunderbar parierte. Und es blieb dabei: Die Gronauerinnen und Gronauer spielten mutig und entschlossen offensiv und konnten mit ihrem Pressing ihren Gegner in dessen Hälfte festsetzen. Es war ein Spiel auf ein Tor, auf das des Gegners, aber leider vergaben die Gronauer ihre Torchancen, so dass sie sich mit einem 0-0 begnügen mussten.

Im zweiten Spiel gegen die Mannschaft aus Wittgenstein genau dasselbe Bild: Die Spielerinnen und Spieler aus Gronau schnürten mit ihrer offensiven Spielweise ihren Gegner in dessen Hälfte ein, aber wieder: Die Torchancen wurden nicht genutzt! Wiederholt knallte der Ball an den Torkasten der kleinen Handballtore! Und wenn das Glück fehlt, kommt oft noch Pech hinzu: Kurz vor Schluss fiel ein unglücklicher Gegentreffer! Das Spiel ging mit 1-0 verloren!

Unbeirrt im Vertrauen auf die eigene Stärke und gestärkt in der Hoffnung, dass es nun zwangsläufig besser werden muss, wurde die Taktik beibehalten: Offensivfußball mit direktem Zug zum Tor! Irgendwann muss der Ball ja reingehen, nicht jeder Schuss geht knapp vorbei oder knallt ans Torgehäuse, nicht immer gibt es Glanzparaden des gegnerischen Torwarts! Und so ging das Gronauer Team siegeswillig ins drittes Spiel gegen Unna, das wieder so verlief: Druckvoll offensiv, gute Torchancen, einer der wenigen Konter sitzt aber: 1-0 verloren!

Das vierte Spiel gegen das sehr siegeswillige, bislang ungeschlagene Team aus Gelsenkirchen-Wattenscheid wurde defensiver angegangen: Wenige Torchancen für beide Teams, allerdings ein paar mehr für unseren Gegner, die unser Stürmer Steven Alies, dieses Mal im Tor spielend, gekonnt hielt. Es sah nach einem Achtungserfolg aus, doch dann die Schlusssekunden: Der überraschend aufgerückte Torwart schloss den letzten Angriff des Spiel mit einem Tor ab! 1-0 für die Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Gelsenkirchen-Wattenscheid!

Drei Mal 0-1, nun war die Qualifikation fürs Halbfinale so gut wie unmöglich. Aber die Gronauer Konfirmandinnen und Konfirmanden gaben nicht auf; sie kämpften weiter, gaben alles und drehten ein 0-1 gegen siegeshungrige Dortmunder in ein 2-1. Steven Alies traf zwei Mal in gewohnter Manier. Im sechsten und letzten Vorrundenspiel folgte dann wieder das gewohnte 0-1, dieses mal gegen Herford, natürlich mit einem Gegentor kurz vor Schluss. Somit wurde das Team aus Gronau in der Gruppe A nach der Vorrunde mit 4 Punkten Fünfter: Mehr war an diesem Tag einfach nicht drin! Einerseits fehlte das Glück, andererseits waren die Gegner  - anerkennender Weise -  stark und in zwei, drei Spielen wirklich um das eine Tor besser, zumindest glücklicher.

Platz

Team

Torverhältnis

Punkte

1.

Unna

7-2

13

2.

Herford

9-2

12

3.

Gelsenkirchen-Wattenscheid

5-2

11

4.

Wittgenstein

5-3

11

5.

Gronau

2-5

4

6.

Vlotho

0-3

3

7.

Dortmund

2-12

1

 

Die beiden Gruppensieger Unna und Herford qualifizierten sich fürs Halbfinale, das Gronauer Team für die Zwischenrunde: Mit einem hochverdienten 1-0-Sieg gegen Paderborn wurde der 9. Platz im Turnier erreicht: Ein achtbarer Erfolg, bislang die beste Platzierung eines Teams aus Gronau und die beste Platzierung eines Teams aus unserem Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken zumindest in den letzten Jahren. Herzlichen Glückwunsch für großen Einsatz, mit etwas mehr Glück wäre mehr drin gewesen. Aber was soll es; das Wichtigste ist und bleibt: Alle genossen es, dabei gewesen zu sein, und freuten sich auf die kleine Abschlussfeier bei Mc Donalds.

Fazit von allen: Es war eine schöne Zeit: Gemeinsam zu trainieren, gemeinsam das große Ziel anzugehen, gemeinsam auch an diesem Turnier teilzunehmen!

Turniersieger wurde das Team aus Gevelsberg. Herzlichen Glückwunsch an den Sieger auch von uns aus Gronau!

(Pfarrer Uwe Riese)

Standort: Ehemaliges Johannes-Calvin-Haus

Wir waren da: Zu Besuch am Standort des ehemaligen Johannes-Calvin-Hauses in der Vereinsstraße. Dort sind nun drei neue Häuser durch die WohnBau-Westmünsterland eG ent-standen, die in kurzer Bauzeit von ungefähr einem Jahr errichtet worden sind und schon fast ganz fertig sind: Konkret entstehen 38 Wohnungen mit einer Größe zwischen 52 und 94 qm sowie eine Wohngemeinschaft für pflegebedürftige und dementiell erkrankte Menschen.

Am Dienstag, 27. Januar 2015, waren wir mit dem Frauenkreis am Nachmittag eingeladen, um das Neue zu besichtigen: Sowohl einen kurzen Blick in einige der Wohnungen zu werfen als auch die Räume der Wohngemeinschaft des DRK (Deutsches Rotes Kreuz) kennen zu lernen. Wir waren mit knapp 20 Frauen einschließlich 2 Männern beim DRK zu Gast und haben deren Projekt kennen gelernt, im Erdgeschoss des Hauses, das in etwa da steht, wo das ehemalige Johannes-Calvin-Haus gestanden hat, ein betreutes Wohnen für 11 Seniorinnen und Senioren anbietet. Die ersten Einzüge stehen unmittelbar bevor.

Zunächst haben wir ge-staunt über die Schön-heit der Häuser und deren Räume: Helle Zimmer! Viele und große Fenster, die viel Licht von außen hereinlassen! Ein ange-nehmes Klima - schön warm, großflächig mit Bewegungsfreiheit! So richtig zum Wohlfühlen und Heimisch-Werden!  -  Dann haben wir mit Spannung gehört, wie das Konzept des "Betreuten Wohnens" des DRK genauer aussieht: Einerseits zusammen wohnen, andererseits Freiraum für Individuelles lassen! Wohnen und Leben mit Betreuung, d.h.  gemeinsam zusammenleben, sich einbringen, miteinander kochen, essen, dieses und jenes genießen . . .

Drei Tage später waren wir wieder da: Dieses Mal Pfarrer Uwe Riese in Begleitung des Presbyters Hans Jastrow! Wir waren zur offiziellen Eröffnungsfeier eingeladen und durften ein zweites Mal die Räume und das Projekt des "Betreuten Wohnens" des DRK mit Freude und Anerkennung bestaunen. Für uns ist es sehr schön, dass am ehemals kirchengemeindlichen Standort des ehemaligen Johannes-Calvin-Hauses ein Projekt hat entstehen können, wo Menschen füreinander da sind und einander gut tun.

Pfarrer Uwe Riese und Pfarrer Michael Vehlken haben in ökumenischer Verbundenheit die neuen Räume unter Gottes Segen gestellt, ebenso das Wirken und Leben der Menschen in ihnen. Ein Kreuz als Symbol des christlichen Glaubens soll einerseits an die kirchliche Vergangenheit an diesem Ort erinnern, andererseits den Blick auf die Kraft aus dem Glauben, auf Gottes Segen, richten; das Zitat des Liedes von Pfarrer Dietrich Bonhoeffer soll stärken:

"Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost,
was kommen mag!
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag!".

(Pfarrer Uwe Riese, Presbyter Hans Jastrow)

Michelle Oing neue Presbyterin

Am letzten Sonntag, 25. Januar 2015, wurde in der Stadtkirche in einem festlichen Gottesdienst Michelle Oing als neue Presbyterin in ihr Amt eingeführt. Sie kommt aus der kirchengemeindlichen Jugendarbeit, in der sie seit über 4 Jahren aktiv ist. Sie ersetzt damit den vakanten Sitz im Presbyterium des Gemeindebezirkes an der Stadtkirche.