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Das Presbyterium, die Gemeindeleitung, besteht aus Presbyterinnen und Presbytern (griechisch: Älteste), sowie Pfarrerinnen und Pfarrern. Ihren Gaben und Kräften gemäß verrichten sie in dem vielfältigen Dienst der Gemeinde unentgeltlich notwendige Aufgaben. Im Blick auf Fragen unserer Zeit entscheiden sie, welche Schwerpunkte für das Gemeindeleben wichtig sind. Es ist Aufgabe für die in den Dienst berufenen Mitglieder, das übertragene Amt im Gehorsam gegen das Wort Gottes und in der Bindung an das Bekenntnis der Kirche sorgfältig auszuüben, alle anvertrauten Aufgaben und Dienste unserer Kirche zu beachten und in allem danach zu trachten, dass die Kirche auf dem Wege der Nachfolge Christi, ihres einen Hauptes bleibt.
Jede der 604 Kirchengemeinden in Westfalen wird von einem "Presbyterium" geleitet. Ihm gehören die von den Gemeindemitgliedern gewählten Presbyterinnen und Presbyter und die Pfarrer an. Die Ehrenamtlichen müssen in Westfalen mindestens 18 Jahre alt sein.
Das Presbyterium ist verantwortlich für die Verkündigung des Wortes Gottes und den gesamten Dienst der Gemeinde. Es ist Arbeitgeber der gemeindlichen Angestellten. Es wählt die Pfarrerinnen und Pfarrer, verwaltet die Kirchengemeinde und entscheidet bei der Aufstellung des Haushaltes auch über die Verwendung der Kirchensteuern. Die Größe eines Presbyteriums richtet sich nach der Zahl der Gemeindemitglieder, wenn größere Gemeinden in Bezirke gegliedert sind, hat man oft Bezirkspresbyterien eingerichtet. Die Männer und Frauen im Presbyterium haben sich in aller Regel auf bestimmte Aufgabengebiete spezialisiert (z. B. Kindergarten, Jugendarbeit, Bauangelegenheiten oder Friedhofsfragen) - verantwortet aber wird alles gemeinsam. Zum oder zur Vorsitzenden des Presbyteriums wird oft ein Pfarrer gewählt oder eine Pfarrerin. Das ist aber keineswegs zwingend. Da die Pfarrer Mitglieder im Presbyterium sind, kann man dessen Rolle nicht als "Arbeitgeber" oder als "Dienstaufsicht" beschreiben, "Laien" und Theologen sind im Presbyterium auf "gedeihliche Zusammenarbeit" angewiesen. In Westfalen gibt es etwa 7000 Männer und Frauen, die sich für die verantwortliche Aufgabe der Gemeindeleitung zur Verfügung stellen, freiwillig und ehrenamtlich. Die Zahl der Frauen in diesem Amt übersteigt inzwischen die 40-Prozent-Marke. Gewählt wird ein Presbyterium übrigens alle vier Jahre für eine Amtszeit von vier Jahren.
Das Presbyterium unserer Gemeinde hat eine Beschwerdestelle eingerichtet. Sie ist Ansprechpartnerin bei Problemen, Meinungsverschiedenheiten, Anregungen und Wünschen.
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