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Umfangreiche Neubausiedlungen, errichtet nach dem 1. Weltkrieg, machte im nordöstlichen Stadtgebiet (Großraum Overdinkelstraße, Gildehauser Straße und Vereinsstraße) die Einrichtung einer dritten Pfarrstelle in Gronau erforderlich. Pfarre r Hoffmann, war der erste Pfarrer, der am 15. Juli 1928 seinen Dienst antrat. Ein ehemaliges, teilweise abgebranntes Gebäude der „Gronauer Baumwollindustrie“ an der Ecke Gildehauser Straße/ Schöttelkotter Damm konnte nach langen Verhandlungen von der Kirchenge- meinde 1939 gepachtet werden und wurde zu einem Gemeindeheim für den Nordosten umgebaut. Erst Jahre später konnte das Gebäude mit dem Grundstück erworben werden. Am 10. März 1946 dann fand der erste Gottesdienst mit dem damaligen Pfarrer Kochs im neuen Gebäude statt. Das Gebäude, so steht es im Presbyteriumsprotokoll vom 1. März 1946 wird „Paul-Gerhardt-Heim“ genannt.
Im Lauf der folgenden Jahre wurden viele Umbauten und Renovierungen erforderlich.
Sein endgültiges heutiges Aussehen verdankt das Paul-Gerhardt-Heim einer großzügigen Spende des Gronauer Kaufmannes Hans Klaas. Viele Gruppen und Einrichtungen haben im Paul-Gerhardt-Heim ihr Zuhause gefunden. Dazu gehören der CVJM, die Frauenhilfe, der Frauenabendkreis und die Musikgruppe „Wegweiser“.
Paul Gerhardt, geb. am 12. März 1607 in der heutigen Provinz Sachsen war viele Jahre Diakonus an der St.-Nicolai-Kirche in Berlin und später Archidiakonus in der Stadt Lübben an der Lausitz. Er starb 1676. Paul Gerhardt hat 134 Kirchenlieder geschrieben. Viele davon stehen noch heute in unseren Gesangbüchern.
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