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Ein neuer Grabstein der besonderen Art...
Seit Ende 2008 ist der große Sammelgrabstein weitgehend fertig und auf dem Rasenfeld aufgestellt: Er stellt eine Himmelstür dar – mit Türrahmen und einer zweiflügligen Tür, die sich zum Himmel hin öffnen. Ab Frühjahr jedes Jahres scheint die Sonne, sofern der Himmel nicht bewölkt ist, durch die beiden Flügeltüren und stellt den Grabstein in ein ganz besonderes Licht, für uns Christinnen und Christen in das hoffnungsvolle, tröstliche Licht der Auferstehung – ganz im Sinne des Wortes Jesu Christi:
„Ich bin die Auferstehung und das Leben! Wer an mich glaubt, der wird leben, auch dann, wenn sein irdisches Leben hier in der Welt seine Grenze und sein Ziel erreicht!“ (nach Johannes 11).
Das Wasser am Grabstein verweist auf das kostbarste Gut der Natur, Gottes Schöpfung, hin. Es nimmt die biologische Wahrheit auf, dass unser menschlicher Körper zu einem sehr großen Teil aus Wasser besteht und dass unser Entstehungsprozess, der in seinen konkreten Details ein großes Geheimnis unseres schöpferischen Gottes ist, irgendwie mit dem Wasser verbunden ist. In besonderer Weise weist das Wasser auf unsere Taufe hin, mit der wir Gottes Ja zu uns und Gottes Segen empfangen haben . . . Alles in allem „spricht“ der Grabstein zu uns Betrachterinnen und Betrachtern, dass Gott in Jesus Christus uns Menschen versprochen hat – nach dem Evangelium nach Johannes, Kapitel 4, Vers 14:
Wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt“.
Letztendlich dürfen wir uns trösten und gemäß dem biblischen Zeugnis nach Lukas 10,20 uns auch darüber freuen, dass unsere Namen bei Gott im Himmel aufgeschrieben sind. Auch das bringt der Grabstein zum Ausdruck, und zwar durch die Namensplättchen der hier bestatteten Menschen, die sich wie „Türschilder“ an einer „himmlischen“ Tür befinden. - In gewisser Weise ein einfacher Gedanke, aber aus der Sicht des christlichen Glaubens zutiefst wahr.
Die Zuwegung zum Grabstein und die Rundumbepflanzung sind im Frühjahr 2009 angelegt worden. Es fehlen zur Zeit noch die Sitzgelegenheiten, die gegenwärtig entworfen und hoffentlich bis zum Sommer erstellt sein werden.
Summa summarum hat der Grabstein ca. 23.000,- € zzgl. Zuwegung, Anpflanzung und Sitzgelegenheiten gekostet. Ein erst einmal durchaus erschreckender, sehr hoher Preis, aber es ist ein besonderer, handwerklich sehr schön gestalteter Grabstein mit Aussagekraft, der für mindestens 200 Menschen und für viele, viele Jahre, über die Ruhezeit von 30 Jahren hinaus, geschaffen ist. Wird das berücksichtigt, ebenso eine mögliche Wiederbelegung der einzelnen Rasenreihengräber an dieser Stelle nach dem Ende der Ruhefrist, dann relativieren sich die Kosten auf vermutlich unter 100,- € pro Person, sodass das Projekt auch finanziell verantwortet werden kann, zumal es selbstverständlich nicht durch Friedhofsunterhaltungsgebühren finanziert worden ist, also nicht durch die Allgemeinheit aller Friedhofsnutzungsberechtigten.
Im Namen unserer Ev. Kirchengemeinde Gronau
Ihr Uwe Riese
Wir erinnern uns: Am Montag, 6. Oktober 2008, gegen 8.00 Uhr, da kam der erste Teil des gemeinsamen Grabsteins für all die Menschen, die in Form einer Sarg-Erdbestattung in einem Rasenfeld beerdigt werden. Es war das sogenannte Wasserbecken für den Grabstein, der von der Firma Halbach erarbeitet wurde.
Groß und schwer ist das Wasserbecken: Mit einem großen Anhänger wurde es zum Friedhof transportiert, anschließend in den Bereich des Rasenfeldes gebracht, dort dann mit einem Gabelstapler und zwei großen, festen Sicherheitsgurten langsam und sehr vorsichtig vom Anhänger gehoben und die restlichen wenigen Meter zum Rasenfeld gefahren. - Eine Arbeit, die Geschick erforderte, vor allem Voraussicht und Vorsicht. Danke schön an alle Mitwirkenden.
Kurze Zeit später folgte dann der Grabstein selbst und danach die dazugehörige Zuwegung. Selbstverständlich musste zwischendurch mehrfach Erde auf dem gesamten Feld nachgefüllt werden, ebenso der Rasen zwischendurch immer wieder neu eingesät werden. Denn die Grabsteinarbeiten haben sichtbare Spuren hinterlassen, und zwar auch auf dem Erdboden, aber hoffentlich ganz besonders Spuren der Hoffnung und des Trostes durch unseren christlichen Auferstehungsglauben in unseren Herzen . . .
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