Evangelische Kirchengemeinde

         Gronau(Westf.)  


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Evangelische Kirchengemeinde Gronau führt Freiwilliges Gemeindegeld ein

Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Gronau hat beschlossen, ein Freiwilliges Gemeindegeld einzuführen. Vor dem Hintergrund sinkender Kirchensteuereinnahmen steht die Evangelische Kirche Deutschlands vor enormen Sparzwängen. Betroffen ist auch die Gemeinde Gronau mit ihren rund 12.000 Gemeindegliedern.
Mit dem Freiwilligen Gemeindegeld sollen aktuelle und künftige Haushaltsdefizite soweit wie möglich ausgeglichen werden, um das Gemeindeleben auch weiterhin vielfältig, bunt und attraktiv zu gestalten
.

Kirchensteuereinnahmen sinken dramatisch

In der Öffentlichkeit wird häufig das Bild gezeichnet, den Kirchen liefen die Mitglieder davon. Dies trifft jedenfalls auf die Evangelische Kirchengemeinde Gronau nicht zu.
Die Finanzkrise resultiert viel mehr aus der Altersstruktur. Immer mehr Christen scheiden aus dem aktiven Berufsleben aus und zahlen als Rentner bzw. Pensionäre keine oder deutlich geringere Kirchensteuern. Damit ist klar: Die in den kommenden Jahren steigende Zahl älterer Menschen lässt die Kirchensteuereinnahmen kontinuierlich zurückgehen. Das bekommt auch die Gemeinde Gronau zu spüren: Bereits 2008 weist der Haushalt ein strukturelles Defizit aus. Voraussichtlich ab 2011 wird die Zuweisung von Steuermitteln mindestens 20 % unter dem heutigen Stand liegen.

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Strukturelle Maßnahmen durchgeführt

Das Presbyterium hat auf die sich abzeichnende Entwicklung bereits in den letzten Jahren reagiert und weitreichende Beschlüsse für eine Anpassung der gemeindlichen Strukturen getroffen:
Das Johannes-Calvin-Haus an der Vereinsstr. wurde ebenso geschlossen wie das Gemeindezentrum Mitte an der Konrad-Adenauer-Straße. Und im Stadtwesten musste die Erlöserkirche aufgegeben werden. Dazu kam noch der Verlust einer Pfarrstelle.
Für viele Gemeindeglieder war der Neubau des Walter-Thiemann-Hauses in dieser Situation nicht nachvollziehbar. Doch fällige Renovierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen sowie der laufende Unterhalt der drei geschlossenen Standorte hätten dauerhaft wesentlich höhere Kosten verursacht.

Das Walter-Thiemann-Haus ist aber auch ein sichtbares Zeichen der Neuorientierung und Strukturierung der Gemeinde: Gemeindebüro, Friedhofsverwaltung, viele kirchenmusikalische Gruppen und aktives Gemeindeleben sind erstmals unter einem Dach vereint. In kürzester Zeit ist das Walter-Thiemann-Haus so zu einem Mittelpunkt des Gemeindelebens geworden, findet breite Akzeptanz in der Gemeinde und präsentiert sich als lebendiges Zentrum des 'Gemeindebezirks an der Stadtkirche'.

Auch künftig für die Menschen da sein

Ungeachtet aller Finanzprobleme hat das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Gronau den Anspruch, das Gemeindeleben auch künftig vielfältig und bunt, kurz: lebendig zu gestalten. Dazu gehört natürlich das umfangreiche Gottesdienstangebot und die seelsorgliche Begleitung der Gemeindeglieder in allen Lebenslagen. Darüber hinaus gilt es aber auch, den Menschen gemeinschaftliches (er-)leben anzubieten. Dazu zählen u.a. die vielen kirchenmusikalischen Gruppen, das Kirchen-Cafe, Spiele-Nachmittage für Alt und Jung, Seniorenfrühstücke, Bibel-kreise, Senioren- und Konfi-Freizeiten, verschiedene Frauengruppen, Vortragsveranstaltungen u.v.m. Einen Überblick über die vielen Veranstaltungen und Angebote der einzelnen Gemeindebezirke finden Sie auch hier in unserer Homepage z. B. unter Veranstaltungen.

Freiwilliges Gemeindegeld: Was ist das?

Das Kirchensteuergesetz des Landes NRW in Verbindung mit der Kirchensteuerordnung der Ev. Kirche Westfalen erlaubt den Gemeinden, vor Ort von den Gemeindegliedern freiwillige Beiträge für die Arbeit in der Gemeinde zu erheben. Dabei steht es den Gemeinden frei, ob sie dies tun, von wem sie es erbitten, in welcher Höhe es erbeten wird und wie es verwendet werden soll.

Friedhofskapelle
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KidsCo Team
Kirchenchor
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Wie wird freiwilliges Gemeindegeld erhoben und eingezogen?

Der Name sagt es bereits: Jeder kann, keiner muss! Es gibt keinen Gebühren- oder Steuerbescheid, sondern lediglich eine schriftliche Bitte an jedes Gemeindeglied, sich im Rahmen seiner wirtschaftlichen Möglichkeiten an der Finanzierung der Gemeindearbeit zu beteiligen.
Weil das Gemeindegeld keine Pflichtabgabe ist, bleibt es den Gemeindegliedern freigestellt, ob und auf welche Weise sie ihren Beitrag leisten wollen. Die Evangelische Kirchengemeinde stellt Ihren Gemeindegliedern mit dem Spendenaufruf vorbereitete Zahlungsträger für Einmalzahlungen oder laufende Beiträge zur Verfügung. Diese müssen dann nur noch ausgefüllt und beim eigenen Kreditinstitut oder im Gemeindebüro abgegeben werden.

Für das freiwillige Gemeindegeld wurde bei der Volksbank Gronau-Ahaus eG ein separates Spendenkonto unter der Nr. 100400301, BLZ 40164024 eingerichtet. Es sind auch Bareinzahlungen im Gemeindebüro oder bei den Pfarrerinnen und Pfarrern möglich, aus verwaltungstechnischen Gründen sollte dieser Weg aber die Ausnahme sein. Es gibt auch ein Spendenkonto bei der Stadtsparkasse Gronau, Kto.-Nr. 30263, BLZ: 401 540 06

Wie hoch ist das freiwillige Gemeindegeld?

Bei dem von der Evangelischen Kirchengemeinde Gronau erbetenen Gemeindegeld handelt es sich um eine freiwillige Zahlung der Gemeindeglieder. Insofern gibt es keinen bestimmten Betrag oder Prozentsatz.

Das freiwillige Gemeindegeld steht unter dem Motto „12 x 5 – damit bleibt meine Gemeinde in Schwung“! Das Motto 12 x 5 beinhaltet die Empfehlung: jeden Monat 5 Euro spenden! Es ist aber nur eine Orientierungsgröße. Jedes Gemeindeglied entscheidet, welchen Beitrag es leisten will und kann.

Ist das freiwillige Gemeindegeld steuerlich absetzbar?

Ja. Bei dem freiwilligen Kirchgeld handelt es sich steuerrechtlich um eine kirchliche Zuwendung im Sinne des § 10 b Einkommensteuergesetz. Jede/r Spender/in erhält einmal jährlich unaufgefordert eine Spendenbescheinigung über die Summe der im jeweiligen Kalenderjahr geleisteten Zuwendungen.

Wird das freiwillige Gemeindegeld tatsächlich nur für die hiesige Gemeinde verwendet?

Ja. Das freiwillige Gemeindegeld steht der Gemeinde in Gronau und Epe als Finanzierungsinstrument für die örtliche Arbeit zur Verfügung. Durch eine weitgehende Übernahme der Verwaltungsarbeiten durch ehrenamtliche Mitarbeiter/innen werden zudem die Verwaltungskosten besonders gering gehalten.

Erfahren die Spender, was mit dem freiwilligen Gemeindegeld passiert?

Das freiwillige Gemeindegeld wird erbeten, um den laufenden Haushalt zu entlasten. Die Mittel fließen somit in verschiedene Aufgabenbereiche. Das Presbyterium hat bewusst darauf verzichtet, das Spendenaufkommen ganz bestimmten Aufgaben oder Projekten zuzuweisen. Dennoch sollen die Spender/innen gezielt informiert werden, wie die Gelder eingesetzt wurden. Weitere Informationen werden künftig auch in den Gemeindebriefen oder auf der Internetseite bereitgestellt.

Ist das freiwillige Gemeindegeld eine einmalige Aktion?

Weil der Finanzbedarf auch in den kommenden Jahren über dem Kirchensteueraufkommen liegen und tendenziell steigend sein wird, ist das freiwillige Gemeindegeld ein auf Dauer angelegtes Projekt. Darum ermuntert das Presbyterium die Gemeindeglieder, sich über das laufende Jahr hinaus zu engagieren.

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